Anträgevergleich Staat und Religion


Kommentare

11 Kommentare zu Anträgevergleich Staat und Religion

  1. “entgegen der Auffassung des Laizismus manche staatliche Aufgaben mit übernimmt.”

    Meinungsmache per Flaschenpost, na Prost Mahlzeit.

    Wie im Violettbuch Kirchenfinanzen klar dargelegt werden diese “staatliche Aufgaben” im allgemeinen vom Staat bezahlt, meist bis zu 80%.

    http://www.amazon.de/Violettbuch-Kirchenfinanzen-Staat-Kirchen-finanziert/dp/3865690394 http://hpd.de/node/10633

    “Der Antrag P004 sieht im Gegensatz dazu die Zusammenarbeit der Kirche mit dem Staat vor, um die Wertevermittlung zu garantieren”

    Klar doch, Werte können nur die Kirchen vermitteln… Kinderliebe ist sicher Sache der Katholischen Kirche, Toleranz gegenüber Muslimen Sache der Evangelischen?

    Seit Gefion in den Bundesvorstand gewählt wurde und entsprechend nicht mehr für die Flaschenpost zuständig ist verkommt die Flaschenpost. Denn dieser Artikel ist entweder theistische Meinungsmache oder .

    Wie traurig, ihr wart Mal so wertvoll für die Partei…

    • Gefion Thürmer schrieb am

      Aleks, ich wäre Dich hochverbunden, wenn Du die Qualität der Flaschenpost nicht von meiner Person abhängig machen würdest. Das Team leistet verdammt viel auch ohne mich! Ausserdem ist es eine Sache, gegen die Anträge zu sein, eine andere, gegen die Flaschenpost zu wettern. Wir stellen die Anträge vor. Du weißt nun, dass Du sie alle ablehnen wirst. So what? In meiner Welt haben wir damit unser Ziel erreicht.

      • Joh. Junius schrieb am

        “Piratige Qualität und Leistung”, ja wo denn?

        Der obige Artikel ist eben keine neutrale Vorstellung, erinnert leider schon ehr an jesuitische Stimmungsmache aus dem Vatikan.

        Zur Fortsetzung der berechtigten Kritik Aleks:

        PA012 geht gerade über PA001 und auch PA041 hinaus, denn er entzieht das totalitäre Sonderrecht der Kirche, wodurch er keineswegs zu kurz ist, sondern er fordert lediglich Wiederherstellung der Säkularisierung.

        PA004 erinnert schon an das Restitutionsedikt, bedeutet die Union noch rechts zu überholen: “nicht vom Staat erzwungen” heißt doch nichts anderes als Menschenrechte sowie Bürgerrechte und BVerG-Urteile nicht durchzusetzen. “Dabei sollen a u c h die Interessen der religionslosen Bürger beachtet werden” Willkommen zurück im Fürstbistum, Gnade eben! Schon wirklich “eigenartig”.

        PA155 wird gar nicht erwähnt, Vorsicht Inhalte.

        Gesetzt ist Glaube im Staat, nicht Kirchenstaat.

        Es geht hier um Kernelemente piratiger Politik.

        Daher sorry, aber schlimmer, geht´s nimmer.

    • Hallo Aleks,

      ich verstehe leider nicht, wo du hier genau Meinungsmache siehst. Ich habe versucht, die Anträge neutral zu vergleichen, ohne den einem oder anderem einen Vorzug zu geben. Kannst du mir die Stellen genau sagen? Das würde mir helfen, das nächste Mal besser darauf zu achten. So wie ich es verstehe, bist du der Meinung, der Artikel spricht für die Kirche und gegen die Trennung derselben vom Staat? Bitte kläre mich auf.

      Mit vielen Grüßen

      Peter

  2. flexi schrieb am

    Ich sehe im Artikel keine Meinungsmache. Es wird versucht, die Anträge zu vergleichen und die jeweiligen Unterschiede herauszuarbeiten. Das ganze mit einem kleinen Einleitungstext, den ich auch als recht neutral empfinde.

    PS: Ja, ich bin Laizismus-Befürworter, würde mich aber bei den Anträgen vermutlich enthalten.

  3. Danke für die Zusammenstellung!

    Meine Kommentare zu den Anträgen im einzelnen:

    PA001 “Keine Zurschaustellung religiöser Symbole in öffentlichen Räumen” ist völlig unvereinbar mit dem Grundsatz der Religionsfreiheit und alleine schon der Freiheit. Daher ist es unmöglich, diesem Antrag zuzustimmen.

    PA004 Deutlich klarster Antrag, der nicht versucht, ein Weltbild unreflektiert durch ein anderes zu ersetzen.

    PA012 Eine vom Staat vorangetriebene “Demokratisierung” der Kirchen widerspricht klar der Trennung von Staat und Kirchen, da der Staat einer Religionsgemeinschaft funktional reinreden würde, und ist somit unmöglich zu fordern ohne diesen Grundsatz zu verletzen.

    PA041 Es fehlt ein Abschnitt, der dafür schützt, die Freiheit von religiöser Bevormundung zum faktischen Verbot von Missionierung zu mißbrauchen und damit die Religionsfreiheit wieder einzuschränken.

    • Badok schrieb am

      Da PA041 ja jetzt durch ist, einige Worte zur Missionierung. Missionierung hat mir religiöser Bevormundung generell wenig zu tun. Die bisher betriebene Missionierung innerhalb staatlicher Strukturen, besonders der Schulen, muss aufgrund des Zwangs- sowie des Vorbildcharakters des Staates und seiner Strukturen allerdings tatsächlich verboten werden. Dies ist nur eine Folge der Neutralität des Staates. Allein eine nicht-wertende Darstellung von Religionen kann und sollte stattfinden. Außerhalb staatlicher Strukturen bleibt aber die Rechte der Religionsgemeinschaften zur Missionierung durch PA041 unberührt. Wiederum fällt aber die staatliche Finanzierung dieser Werbung weg.

  4. Denis schrieb am

    Danke an Aleks und entschiedenes Veto an Joachim.

    http://www.n-tv.de/ratgeber/Gekuendigt-wegen-Papstsatire-article4657366.html

    Uns Piraten verbindet: Religion ist Privatsache!

    Neben PA001 ist damit PA012, PA041 und PA155 liberalpiratig möglich mit den Ergäzungen Q71 bis Q81. Dagegen ist PA004 völlig undenkbar, widerspricht bereits § 1 Abs. 1 unserer Satzung, GG, BVerfg und EGMR (Menschenrechte), auch wenn er scholastisch einen anderen Anschein erweckt, eben ein Trojaner.

    Als blanken Hohn im Artikel zu PA004 empfinde ich den Kommentar: “Es soll weiterhin keine Glaubensgemeinschaft vom Staat bevorzugt werden.” Für alle die wissen möchten, in welcher Wirklichkeit wir abstimmen, siehe z. B. hier:

    http://www.theologe.de/kirchensubventionen_stopp.htm

    Die Soziallügen der Amtskirchen können nicht als Grundlage piratiger Polik dienen und die missionarische Freiheit der evangelikalen Fundamentalisten ist sicherlich auch nicht die Freiheit, die Piraten meinen.

    Extremistisches klerikales Entern, nein danke.

    • Na, das Veto von Denis gebe ich doch einfach mal zurück. Die von vielen Piraten ungeliebten Religionen einfach durch mit religiösem Eifer betriebenen atheistischen Humanismus zu ersetzen, KANN es echt nicht sein. Wo bleibt da die Freiheit für andere Bekenntnisse? Den alleine durchzudrücken widerspräche tatsächlich den genannten Gesetzen etc. Nein, PA004 ist nicht besonders glücklich formuliert, stimmt. Aber inwieweit der nach deiner Meinung § 1 Abs. 1 unserer Satzung widerspricht, würde ich dann doch gerne mal erklärt bekommen. Meine Argumente gegen PA001 und PA012 bestehen aber und können nicht ohne inhaltliches Argument vom Tisch gewischt werden. Die genante Gefahr von PA0041 liegt auch auf der Hand, und bedarf der Korrektur.

      Das otwendige Beenden von durch dass Finanzamt eingetriebenen Kirchensteuern und vor allem die Beendigung dieser dubiosen “Entschädigungs”-Zahlung aufgrund des Reichskonkordats bekommen wir sicher besser ohne diese Verschwörungstheorien durchgesetzt.

  5. Frank schrieb am

    PA001 beeinhaltet auch die Gleichstelluung religiöser und nichtreligiöser weltanschaulicher Vereinigungen. Ein wichtiger Punkt!

    Da es auch in laizistischen Ländern (etwa z.B. Frankreich,Portugal,Tschechien,Türkei) durchaus Kooperationen zwischen Staat uund Religionsgemeinschaften gibt, sollten wir darauf dringen, dass auch die nichtreligiösen Weltanschauungen vor dem Staat gleichgestellt werden.

    Eine Religionsgesellschaft darf nicht staatliecherseits finanziell oder organisatorisch gegenüber einem HVD, einer HU, einem BfG oder der Giordano-Bruno-Stiftung bevorzugt werden.

    Die Zusammenfassung: “…sollen… gezwungen sein, sich an das Grundgesetz zu halten.” stimmt so nicht. Dazu gezwungen sind sie ja jetzt schon. Es bedeutet aber, dass Religionsfreiheit nicht vorrangig gegen andere Grundrechte (z.B. Meinungsfreiheit, freie Berufswahl etc.)behandelt werden darf. Auch ist es ein Aufruf an die Religionsvertreter, nicht ständig Ausnahmetatbestände und Sonderrechte für sich zu fordern und religiös zu begründen.

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