Wie die Piratenpartei zur Volkspartei wird – eine Handlungsempfehlung


Kommentare

14 Kommentare zu Wie die Piratenpartei zur Volkspartei wird – eine Handlungsempfehlung

  1. Manfred B. Geisler schrieb am

    Ordentliche Erstanalyse, aber wo sind die Appelle an die Inhalte? Glaubwürdigkeit entsteht nur dann, wenn es Euch gelingt, den Sorgen, Nöten und Fragen der Menschen ernsthafte und nachvollziehbare Angebote zu machen. Arbeit, Sicherheit, Freiheit und Frieden. Wie schnell eine Ein-Themen-Partei unglaubwürdig wird, hat die FDP gezeigt. Nachvollziehbarkeit braucht in dem Zusammenhang übrigens mehr als “Internet basierende Diskussionstransparenz”, deren Inhalte nur versteht, wer mit dem Wesen der Netzkommunikation vertraut ist. Mehr als 50 % der Wahlberechtigten sind älter als 50 Jahre. Vergesst sie nicht. Mehr als 30 % der Wahlberechtigten haben ein originäres Interesse an einer funktionierenden Wirtschaft. Gebt ihnen die Chance Euch zu trauen. … Gruß Manfred B. Geisler

  2. Da kann ich nur zustimmen. Allerdings finde ich nicht, dass die Piraten eine Volkspartei im klassischen Sinn werden sollten, denn danerden sie über kurz oder lang vom System “geschluckt”. Wie wäre es sämtliche anstehenden Entscheidungen zur Abstimmung ins Netz zu stellen und die Abgeordneten stimmen dann entsprechend des Ergebnisses ab. Vorteil: Keine Bestechlichkeit, Entmachtung des Lobbyeinflusses auf Parlamentarier, tatsächliche Basisdemokratie und die Möglichkeit die politische Verantwortung der Bevölkerung schulen (siehe Schweiz).

    Und wer jetzt sagt, dass das Volk bei einigen Dingen nicht mitentscheiden (weil es angeblich zu blöd du ist) entgegne ich, dass Demokratie auch bedeutet unvernünftige Dinge zu beschleißen, wenn die Mehrheit das haben möchte. Entweder paralmentarische Demokratie, mit aller dazu nötiger Intransparenz, Lobbyismus etc. oder Basisdemokratie mit dem Vertrauen in die Menschen.

    Und nochmal zum Thema: Die Piratenpartei sollte keine eigenen Ziele und Ideen formulieren, sondern sich tatsächlich als politisches Medium der Bevölkerung sehen. Und wenn da die Meinung aufgrund von Ereignissen umschlägt (Beispiel: Fukushima), dann sollte eine rein als meinungsvermittelndes Medium agierende “Partei” diesen Willen unmittelbar umsetzen können und nicht rumlavieren, nur weil’s im Parteiprogramm steht. Das wäre alte Politik und im Internetzeitalter nicht mehr zeitgemäß.

    Übrigens gibt es auf breiter Front einen hohen wachs an ältern Menschen, die sich mit dem Internet auseinandersetzen.

    Und die 30% Menschen, die eine funktionierende Wirtschaft UM JEDEN PREIS wollen, haben noch nicht veanden, dass dieses Wirtschaftssystem auf dem Aberglauben fußt, dass Wettbewerb und das daraus resultierende latent chronische Misstrauen verantwortlich für das Wachstum des Wohlstands ist, wo doch zig Studien belegen, dass man mit Vertrauen (Basis der Demokratie) und Kooperation wesentlich schneller voran kommt… Hier wird nach wie vor eine Religion gepflegt, die allerdings gerade gegen die Wand fährt (Gott sei Dank!).

    Sachroh

    • “Die Piratenpartei sollte keine eigenen Ziele und Ideen formulieren, sondern sich tatsächlich als politisches Medium der Bevölkerung sehen. Und wenn da die Meinung aufgrund von Ereignissen umschlägt (Beispiel: Fukushima), dann sollte eine rein als meinungsvermittelndes Medium agierende “Partei” diesen Willen unmittelbar umsetzen können” Nein, nein und nochmals nein – auch wenn 99% der Bevölkerung Vorratsdnspeicherung und Überwachung zur “Terrorbekämpfung” toll finden muss die Piratenpartei dagegenhalten. Wenn ich “meinungsvermittelnde” (sprich: populistische) Roboter im Parlament haben will kann ich genausogut eine Altpartei wählen, bei denen kann icmir sicher sein dass die umkippen sobald es opportun ist.

      Grüße, Boris

      • Andreas Frantz schrieb am

        Lieber Boris !

        Deine Hypothese enthält einen Widerspruch: Da ja knapp 9% der Wahlberechtigten (!) die Piraten ge- wählt haben, können schlecht 99% davon für Vorratsdatenspeicherung etc. sein ! Trotzdem eine spannende Frage: angenommen, alle “anderen” (=max. 90%) entscheiden sich für den Überwachungsstaat- wie wollten die restl. 9% das dann noch verhin- dern ? Ich befürchte, in so einem Fall bliebe einem nur noch die Möglichkeit der Auswanderung- sofern sich noch ein Land findet, in dem es bes- ser ist ! (sic!) abraxas 😉 P.S.: Kopf hoch !

    • Übrigens zum Thema “die Abgeordneten sollen so entscheiden wie es die Bevölkeng will” – ich empfehle, dazu den Artikel 38 des Grundgesetzes zu lesen, diese Empfehlung wird auch in meinem Antrag [1] in der Partei geäußert und ich hoffe sehr, dass der Antrag anommen wird. Und darin heißt es, dass ein Abgeordneter mit vollem Recht auf die Meinung seiner Wähler, der Parteibasis und was es sonst noch für Veranstaltuen gibt pfeifen darf.

      Grüße,

      Boris

      [1] https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/1665.html

    • Gerwin schrieb am

      Eine Basisdemokratie im von Dir offensichtlich intendierten Sinne könnte ich frühestens nach der Vergesellschaftung sämtlicher Medien befürworten, nicht aber in einer Realität, in der – wie heutzutage – ganz wenige Personen die Hoheit über die massenwirksam veröffentlichte Meinung haben.

      Und selbst dann wäre mir die umfangreiche Zustimmung, die menschenfeindliche Ideologien in der Vergangenheit hatten, immer noch ein zur Ablehnung Deines Ziels dienender Hinweis.

      Kurz gesagt: Meiner Meinung nach sollten Piraten ihren eigenen Kopf anstrengen und sich Ziele setzen, für die sie dann einstehen. Diese sollten dem Leben dienlich sein, da alles andere sowieso zum Untergang verdammt ist.

  3. Gerwin schrieb am

    Die Piratenpartei wird sowieso nur dann langfristig Erfolg haben, wenn sie sich nicht auf die Logik des existierenden Systems einlässt, sondern Alternativen zu diesem aufzeigt, die dem Leben abgeschaut und ihm dienlich sind.

    Das Urheberrecht z.B. ist doch nur so lange sinnvoll, wie man an “Getrenntsein” glaubt. Hier “meins”, da “deins”. In dem Moment, wo man versteht, dass sämtliche Information immer und überall vorhanden ist, dass es gar nichts anderes als Information gibt, in diesem Moment versteht man doch auch, dass umgekehrt gerade derjenige, der einen Eigentumsanspruch auf Information behauptet, der Dieb ist, indem er allen anderen ihr natürliches Recht auf Zugriff zu eben dieser Information vorenthalten will.

    Zweites Beispiel: Wer von dem Gedankenkonzept ausgeht, dass Mangel grundlegend ist, und es also knappe Güter gibt, der wird einem bedingungslosen Grundeinkommen möglicherweise skeptisch oder ablehnend gegenüber stehen. Wer aber sieht und verstanden hat, dass die Wirklichkeit, dass das Leben Freiheit in Fülle bedeutet, der wird sich selbst und anderen diese Erfahrung vermitteln wollen. Und sie und sich mittels eines BGE in einen Zustand versetzen wollen, in dem alle mit dem Erforderlichen ausgestattet frei über ihren Weg in diesem Leben entscheiden können. Dass eine solche Freiheit unendlich viel mehr Verantwortung für das eigene Leben mit sich bringt als die heutigen “Sachzwänge”, mag nicht bequem sein, dem Leben und der Freiheit zuträglicher aber ist’s allemal.

    Und nur wenn wir Piraten für das Leben arbeiten, werden wir eine Chance haben, als Partei erfolgreich zu werden und zu bleiben. Ansonsten sind wir ja aber eh überflüssig, verhindern und zerstören können und tun die anderen schon immer selbst.

  4. Thomas Bennühr schrieb am

    Hallo zusammen, ich bin jetzt seit gut zwei Wochen Pirat. Eingetreten bin ich, weil mich ein Großteil des Programms angesprochen hat, weil mir die etablierten Parteien nicht mehr wählbar erscheinen und, das wird dem ein oder anderen von Euch vielleicht auch so gehen, weil ich die Chance sehe, in und mit der Piratenpartei politisch etwas bewegen zu können. Bewegen können wir aber nur etwas, wenn die Menschen von uns und unseren Vorstellungen überzeugt sind. Deswegen müssen wir jetzt “klar Schiff machen”. Wir müssen unser erstes Programm kritisch hinterfragen. Wir müssen fragen, ob es noch andere Punkte gibt, die die Menschen interessieren: – Wie bekomme ich wieder Arbeit? Wie einen Ausbildungsplatz? Kinderbetreuung? etc. -. Vieles davon wird schon in AG´s diskutiert werden – aber auf dem Bundparteitag müssen darüber diskutieren, ob wir als “Netzpartei, die für Drogenfreigabe und Pädophilie ist” (nicht meine Meinung, aber das hat man mir auf einer Fete mehrfach um die Ohren gehauen, als ich voller Stolz meine erste politische Heimat erwähnte) oder aber als Partei, die Ziele formulieren kann, mit denen sich die Menschen identifizieren können, die eine Weiterentwicklung der Gesellschaft wollen, wahrgenommen werden wollen. Und da reicht es nicht, wenn wir z.B. von BGE sprechen aber weder Aussagen zur Höhe oder gar zur Frage der Finanzierung desselben treffen. Also, lasst uns was bewegen. Kommt zum BPT. Ändern kommt durch Veränderung. Veränderung kommt durch Weiterentwicklung. Weiterentwicklung kommt durch uns!!

    Grüße an alle Piraten (egal welchen Geschlechts;-)) Tom

  5. klaus schrieb am

    die piraten müssen nicht auf alles sofort eine antwort haben.das was sie geschaffen haben ist ein werkzeug. was damit bearbeitet wird, sollte die breite masse bestimmen. macht den menschen die euch das vertrauen schenken klar, wie eure werkzeuge funktionieren wie sie mitmachen/mitbestimmen können. auch wenn die computer allgegenwärtig sind, so heißt das noch nicht, daß wir benutzer auch kenner sind. macht eure werkzeuge “idiotensicher”. dann macht es auch spaß mitzumachen.

  6. Bodo R. schrieb am

    . . . wenn wir doch endlich mit 15 Piraten im Berliner Senat sitzen . . . aber irgendwann wird es einmal soweit sein und dann werden wir mit allen zusammen einmal demonstrieren, wie die Piraten für alle Mitglieder userer Gesellschaft gerecht Verantwortung übernehmen! Mich stört jedoch ein wenig bei unseren Bemühungen zur Schaffung unseres Profils, dass es anscheinend ganz viele gibt, die dadurch verunsichert scheinen, dass es für viele Fragen keine(wenn möglich durch den Bundesvorstand) vorgegebenen Antworten gibt. Hallo Ihr Lieben, unser politisches Verständns sollte doch gerade darin liegen, dass bei uns Piraten niemand von oben einen Standpunkt vorgibt, sondern dass möglist viel von der Basis noch oben oder noch besser in die Fläche gegeben wird, ohne dass aber jemand den Anspruch haben sollte, dass diese von möglchst vielen entwickelten Antworten nicht sofort wieder neue Fragen hervorrufen werden. Dennoch sollten wirklch alle, die sich in einem bestimmten Thema gut auskennen, jetzt auch intensiv einbringen. Aber auch hier fände ich es vorteilhaft, wenn sich nicht jeder überall einmischt, nur um mit zu reden. In den Altparteien gibt es bereits genug Leute mit gefährlichem Halbwissen, die sich immer jedem Thema annehmen ohne sich wirklich auszukennen. Dies soll aber nicht heißen, dass sich nicht jeder mit qualifizierten Fragen zu Wort melden sollte. Diese Fragen werden für unsere Entwicklung eine sehr große Bedeutung haben und wir werden dann an den Reaktionen auf diese Fragen gemessen, nicht an den Antworten. Es sollte eine selbstveändliche Reaktion auf eine Frage sein dürfen, eine Frage anzunehmen ohne sie auf Teufel komm raus beantworten zu wollen oder zu müssen. Wir sollten uns nie zu schade dafür sein, fachliche Fragen an Spezialiten weiter zu geben und zusammen mt den Fragenden die Fragen zu diskutieren. Je länger die Piraten für die Entwicklung und Selbstfindung benötigen, desto größer wird immer die Qualität der Ergebnisse sein. Wir werden dies gemeinsam angehen und wir werden deshalb auch bestimmt weiter erfolgreich sein. Piraten, seid optimistisch! Danke!

    • Herbert Greipl schrieb am

      Hallo Bodo, Dein Beitrag gefällt mir. Das ist der richtige Weg für eine Bürger nahe Demokratie. Damit wird auch der bisher politisch im Denken unmündige Bürger dazu gebracht, sich selbst an der Politik zu beteiligen. Die Forderung, dass sich nur Leute mit Wissen (und Erfahrungen) zu einem Thema einbringen sollen,führt bei richtiger Diskussion auch dazu, dass sich Nicht- und Halbwissende besser informieren, und dass sie ein Gefühl dafür entwickeln, wem sie vertrauen können und wem nicht. Einem Wissenden kann man vertrauen, einem Scheigenden auch. Einem Halbwissenden (Quatschkopf) nicht. ch wünsche den Piraten, auch in meinem eigenen Interesse, viel Erfolg.

  7. Sascha schrieb am

    Die Piratenpartei sollte sich mit an der Spitze der aktuellen Protestbewegung stellen, die sich u.a. gegen das Geklüngel zwischen Wirtschaft und Politik wendet. Die Altparteien (auch die Linke) haben ohne wenn und aber das materiallistische Wirtschaftssystem im Kopf. Doch derzeit scheint das Alles gegen die Wand zu fahren. Immer mehr Menschen möchten Alternativen und letzten Endes mehr Menschlichkeit. Die Piraten haben das mittlerweile schon gute Ansätze, die es aus zu bauen gilt! Schluss mit der abstrusen aber auch brandgefährlichen Idee (die ich im übrigen für genauso gefährlich halte, wie rechtsextreme Gesinnungen Idee, dass der Markt alles regeln und bestimmen kann. Auf der anderen Seite darf es keinen “einheitssozialistischen” Einheitsbrei geben. Daher ist die Idee des Grundeinkommens, der nicht zu hoch sein darf, um Dekadenz zu fordern aber auch nicht so niedrig, so dass jeder seine Grundbedürfnisse wie Miete, Heizung, Ernährung aber auch ein bisschen Freizeit finanzieren kann. Ich denke da an ca. 800- max. 1000 Euro. Damit könnte man auch die meisten Behörden abschaffen, die die Freiheiten und Entfaltungsmöglichkeiten immer mehr behindern. Und ansonsten gilt “Liberalismus kann auch menschlich und sozial sein” (Also keinesfalls den “FDP-Hotel und HartzIV-Bezieherbashingliberalismus!)

  8. Holger Kuduk schrieb am

    Ahoi!

    So, bin gerade im Begriff Pirat zu werden und mit dabei zu sein, wenn wir die feindliche Flotte entern. Ich bin lange mit der Idee schwanger gegangen und war nun zum ersten Mal bei unserem Essener Stammtisch.

    In der Jugend war ich mal in der FDP, habe sogar mal für den Stadtrat in meiner Heimatstadt Bochum kandidiert, aber als sich diese Partei von den alten liberalen Grundstzätzen verabschiedet hat, bin ich gegangen.

    Zum Thema: Ja, die Piraten brauchen ein eigenes Programm und auch eine für den Wähler nachvollziehbare Linie. Auf die wichtigsten Fragen wie Bundeswehrauslandseinsätze, Kapitalismuskritik, Europapolitik und Datenschutz etc müssen wir Antworten finden, von denen wir glauben, dass jeder Pirat mit ihnen leben kann. Das heißt nicht Konsens um jeden Preis, aber auch nicht Streit ums Rechthabens willen. Und wir müssen uns mehr mit den politischen Gegnern befassen als immer nur mit uns.

    Wenn wir dazu noch glaubwürdige, “echte” Persönlichkeiten als Kandidaten anbieten, dann haben wir alle! Möglichkeiten in diesem Staat viel zu erreichen. The sky is the limit!

    Gruß Holger

  9. Holger Kuduk schrieb am

    Wow!

    Nach fünf Jahren einen alten Kommentar noch einmal zu lesen… Tja, mein Rat damals hätte man ruhig auch als Wrnung verstehen können.

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