Warum die Flaschenpost schreibt, was sie schreibt


Kommentare

12 Kommentare zu Warum die Flaschenpost schreibt, was sie schreibt

  1. Acepoint schrieb am

    +1 und bitte durch irgendwelche Idioten, die bei dem Wort »Meinungsfreiheit« glauben, es stamme vom Possessivpronomen »mein«, nicht beirren lassen.

  2. Pingback: Twitterbeiträge diese Woche 2011-08-07 » BB – Boomels Blog

  3. ChaosEagle schrieb am

    Vollste Zustimmung! Ich finde es ehrlich gesagt unsäglich, wie manche (Piraten oder nicht) auf die Barrikaden gehen, wenn man eine andere Meinung als sie vertritt. Julias Meinung kann man teilen, muss man aber nicht – aber als Bürger einer Demokratie und erst recht als Pirat sollte man verdammt nochmal in der Lage sein, sie zu akzeptieren und sich mit ihr zu beschäftigen, statt zu Beleidigungen, Drohungen und ähnlichem unreifen Kindergarten-Verhalten zu greifen! Wer so agiert, hat nichts verstanden und aus meiner Sicht auch nichts in einer Partei wie der Piratenpartei, die sich nicht zuletzt für Meinungsfreiheit und Menschenwürde einsetzt, verloren.

  4. Patrick Günther alias MarvinGS schrieb am

    Was man unter dem Artikel von Julia und bei Twitter massenhaft lesen muss, macht mich (nicht nur als Pirat) wirklich traurig – völlig unabhängig davon, ob ich ihrer Meinung bin oder nicht.

    Vielleicht müssen wir aber einfach nur lernen, halbwegs anonyme Kommentare von wohlmöglich pickligen Sch***kindern nicht so ernst zu nehmen, die im Leben ohne Tastatur kaum die Klappe auf bekommen, wenn sie Mayo zu ihren Pommes möchten…

    Jeden Morgen steht ein neuer Idiot auf.

  5. am.dumitran schrieb am

    Recht habt Ihr. Ich verstehe diesen ganzen Shitstorm als Missverständnis dieser wütenden Ex-Wähler, namentlich Trolle.

    Julia Schramm schrieb nicht gegen den Datenschutz, sondern über seine kontinuierliche Auflösung. Ihre Schlußfolgerung war auch nicht bürgerrechtsfeindlich, sondern im Gegenteil, ein Aufruf zum allgemeinen menschlichen Existenzrecht, dem ursprünglichen Gesellschaftsgrund.

    Ich erkenne in ihrem Artikel keine Naivität, sondern eine besondere Neigung zur Aktualität. So wie die virtuelle Welt, als Spiegel unserer Gesellschaft, in ihrer Ausgestaltung in ihrer Öffnung, wie auch ihrer Schließung, individuell frei und vielfältig bleiben bzw. werden muss, so muss es auch (EIGENTLICH VOR ALLEM) der Ursprung dieses Spiegels, die Realgesellschaft individuell freier und vielfältiger Menschen!

    Wie in aller Welt könnte dieser Hinweis verwerflich sein?

  6. Joe Black schrieb am

    Hmm. Stimmt schon, dass man der Meinungsvielfalt Raum geben soll. Allerdings – wenn die Flaschpost als Medium ernst genommen werden will – soll man zumindest extreme Standpunkt nicht unreflektiert veröffentlichen. Guter journalistischer Brauch ist es, zu recherchieren und ggfls. eine Gegenmeinung oder Stellungnahme mitzunehmen. Die Provokation ist Mittel der Propaganda oder der PR. Das sollte die Flaschenpost nicht nötig haben. Man kann die FP auch parteiseitig ignorieren, wenn es den Machern lieber ist.

    • webrebell schrieb am

      Wer zum ersten mal kommentiert (neue mailadresse und name) muss erst einmal freigeschaltet werden. Du hast keine 5 Minuten gewartet bis sich ein Redakteur drum gekümmert hat.

      • Joe Black schrieb am

        Ja, dann sorry. Es kam die Antwort, dass der Kommentar abgelehnt wird. Möglicherweise hat das System überreagiert, KI?

  7. H.Celine schrieb am

    Hallo liebe Piraten,

    ich weiß nicht, ob ich hier an der richtigen Adresse bin, aber mir liegt schon seit längerem eine Frage auf dem Herzen:

    Ich bin nicht Mitglied bei euch oder einer anderen Partei, aber schwanke zumindest bei meiner Wahlentscheidung bei der nächsten Wahl zwischen euch und einer anderen Partei.

    Jetzt verfolge ich diese Diskussionen über das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und post privacy schon länger und frage mich wirklich, ob es sich hier, wie es im Artikel den Anschein macht, um zwei gleichwertige Positionen bzw. Fraktionen innerhalb eurer Partei handelt. Positionen, die, meiner bescheidenen Meinung nach, sich diametral entgegenstehen und sich eigentlich nicht miteinander vereinbaren lassen…

    Desweiteren bin ich als Wähler etwas irritiert über die Einstellung, dass ein Parteimedium wie die Flaschenpost Beiträge redaktionell zulässt, die zumindest dem aktuellen Parteiprogramm ebenfalls klar entgegengesetzt zu sein scheinen und das dann mit Meinungsfreiheit und innerparteilicher, lebhafter Diskussionskultur rechtfertigt? Ich frage mich – und ich meine das ohne Polemik – ob die Grünen Beiträge über den Sinn und Nutzen von Atomkraft in ihren Publikationen zulassen würden, ob die FDP Befürwortern des Kommunismus redaktionellen Raum einräumen würde oder ob die Linke markradikalen Apologeten Platz in Parteipublikationen bieten würde?

    Eine Partei lässt sich doch etymologisch auf das lateinische pars, also einen Teil, zurückführen: Eine politische Partei bildet also de facto nur einen Teil des gesamtgesellschaftlichen Diskurses programmatisch ab und das ist doch genau der Grund für mich als Wähler, um einer Partei meine Stimme zu geben, oder eben nicht.

    In diesem Sinne hätte ich gerne – als ein euch potenzieller Wähler – Klarheit über das, was ich von der Piratenpartei erwarten darf, wenn ich sie das nächste Mal wählen würde: Post Privacy oder das Eintreten für einen modernen Datenschutz auf Grundlage des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung. Ernsthafte Frage: Woran bin ich in diesem Fall eigentlich bei euch?

    Ein letztes: Ich möchte hier nicht noch zusätzlich den Zankapfel der Eris (trotz meines Nicks ;-)) in den Ring werfen, aber ich denke ich darf, bei aller Bescheidenheit, als Wähler zumindest eine klare programmatische Aussage in dieser Sachfrage zur nächsten Wahl erwarten.

    MfG, H.Celine

    • Gefion Thürmer schrieb am

      Hallo Celine. In unserem Programm steht

      Das Recht auf Wahrung der Privatsphäre ist ein unabdingbares Fundament einer demokratischen Gesellschaft. Die Meinungsfreiheit und das Recht auf persönliche Entfaltung sind ohne diese Voraussetzung nicht zu verwirklichen. Systeme und Methoden, die der Staat gegen seine Bürger einsetzen kann, müssen der ständigen Bewertung und genauen Prüfung durch gewählte Mandatsträger unterliegen. Wenn die Regierung Bürger beobachtet, die nicht eines Verbrechens verdächtig sind, ist dies eine fundamental inakzeptable Verletzung des Bürgerrechts auf Privatsphäre. Jedem Bürger muss das Recht auf Anonymität garantiert werden, das unserer Verfassung innewohnt. Die Weitergabe personenbezogener Daten vom Staat an die Privatwirtschaft hat in jedem Falle zu unterbleiben. Das Briefgeheimnis soll erweitert werden zu einem generellen Kommunikationsgeheimnis. Zugriff auf die Kommunikationsmittel oder die Überwachung eines Bürgers darf der Regierung nur im Falle eines sicheren Verdachts erlaubt werden, dass dieser Bürger ein Verbrechen begehen wird. In allen anderen Fällen soll die Regierung annehmen, ihre Bürger seien unschuldig, und sie in Ruhe lassen. Diesem Kommunikationsgeheimnis muss ein starker gesetzlicher Schutz gegeben werden, da Regierungen wiederholt gezeigt haben, dass sie bei sensiblen Informationen nicht vertrauenswürdig sind. Speziell eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsdaten widerspricht nicht nur der Unschuldsvermutung, sondern auch allen Prinzipien einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft. Der vorherrschende Kontrollwahn stellt eine weitaus ernsthaftere Bedrohung unserer Gesellschaft dar als der internationale Terrorismus und erzeugt ein Klima des Misstrauens und der Angst. Flächendeckende Videoüberwachung öffentlicher Räume, fragwürdige Rasterfahndungen, zentrale Datenbanken mit unbewiesenen Verdächtigungen sind Mittel, deren Einsatz wir ablehnen.

      Dieses Programm ist verabschiedet und es steht nicht in Aussicht das es sich ins Gegenteil verkehren wird. Die Frage, wie eine sinnvolle Reform des Datenschutzes aussehen kann, wird im Moment in der Piratenpartei diskutiert – in diesem Kontext steht auch dieser Artikel. Er dient, wie gesagt, der Diskussion, und nicht der Darstellung unseres Programmes. Daher kannst Du selbstverständlich von der Piratenpartei erwarten, dass sie weiterhin für Datenschutz eintritt, wie es in unserem Programm verankert ist. Dies wird sicherlich auch in dem entsprechenden Wahlprogramm (ich weiß leider nicht, wo Du wohnst, und ob es dort bereits ein entsprechendes Landeswahlprogramm gibt) spezifiziert werden. Einen Überblick der bisherigen Wahlprogramme findest Du hier. Beste Grüße, Gefion

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