Leben ohne Fernseher

CC-BY Tobias M. Eckrich

Kommentare

5 Kommentare zu Leben ohne Fernseher

  1. Turtle schrieb am

    Interessanter Artikel. Ich gehoere auch zu denen, die keinen Fernseher haben. Wobei ich nicht sagen kann, dass ich ihn abgeschafft habe. Beim Auszug aus dem elterlichen Heim habe ich mir einfach keinen angeschafft und dass ist nun auch schon ueber 10 Jahre her. Ich vermisse ihn nicht, alles was spannend ist gibt es im Internet (Mediathek) oder es ist sowieso aus den USA eingekauft (Serien, Filme) und die will ich nicht synchronisiert sehen. Mir faellt nur auf, dass ich keine Ahnung mehr habe, welche Werbung laeuft. Das scheint dann doch ein nicht ganz unwichtiger Teil des Fernsehkonsums zu sein.

    Das Thema Haushaltsabgabe ist imho aber auch hier wieder von der eher unwichtigen Seite beleuchtet. Im Grunde ist es egal wie der oeffentlich-rechtliche Rundfunk bezahlt wird, wobei die HA den Vorteil hätte, dass die GEZ niemand mehr zum Schnüffeln schicken muss. Einzig Pay per View sehe ich kritisch, weil das zu sehr auf Quote abzielt.

    Nein, die Frage die man wirklich stellen und diskutieren muss ist die Sinn und Aufgabe von ÖR. Brauchen und wollen wir diese Form der Medien noch? Ich glaube ja. Muss sich an der Qualität was ändern? Ja, ganz dringend. Die Rundfunkräte müssen entstaubt werden und die Kanäle modernisiert. Quotenmessungen haben unbedeutender zu werden. Werbung nur noch sehr eingeschraenkt.

    Und vor allem muss klar sein, dass alles was aus Gebühren bezahlt wird, dem Gebührenzahler gehört, also uns allen. Daher gehört alles was je produziert wurde und wird ins Internet, für immer und für alle zugänglich. Und zwar unter eine CC-BY. Die Idee hier beschreibt was ich meine: http://codecandies.de/2011/06/22/tagesschau/

  2. Erik schrieb am

    @Turtle Es gibt auch im Öffentlich-Rechtlichen eine Reihe interessanter Sender, nur leider immer im falschen Bundesland (z. B. Fritz, MDR JUMP und vielleicht noch Sputnik).

    @Topic Kleeve am Niederrhein hat im Prinzip schon recht mit seiner Befürchtung, dass künftig alle zwei bis drei Jahre die Radios ausgetauscht werden müssen, weil sich die Codierung ändert.

    Im August startet DAB+, welches nicht kompatibel ist zu DAB, weil sich das Format des Audiostreams ändert. Den können »alte« Nur-DAB-Radios nicht mehr abspielen. Es sei denn, der Hersteller rückt ein Firmware-Update heraus, das die fehlende AAC-Unterstützung nachrüstet/freischaltet.

    Allerdings glaube ich kaum, dass sich hier in Zukunft noch etwas groß ändert, bzw. dass die Radios nicht mit entsprechenden Firmwareupdats beliefert werden.

    Quelle: c’t 12/2011 Seite 80 (http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2011/12/80_kiosk – kostenpflichtig)

    Grueße Erik

  3. Pingback: vier Mal im Monat für den Musikantenstadl bezahlen zu müssen, finde ich nach wie vor unattraktiv - Mojo´s Blog

  4. Neffe schrieb am

    Ich habe vor 10 Jahren meinen TV auf den Dachboden verbannt und diese Entscheidung bisher nicht bereut. Das heutige TV-Programm hat doch schon lange nichts mehr mit seriöser Information und niveauvoller Unterhaltung zum Feierabend zu tun. Ich habe mich irgendwann nur noch darüber aufgeregt und dann endgültig die Konsequenzen gezogen. Ohne lebt es sich viel angenehmer, man hat viel mehr Zeit für das reale Leben. Und die Informationen die mich wirklich interessieren schaue ich mir gezielt im Internet an.

  5. Christian schrieb am

    Hallo! Tolles Thema welches mir aus der Seele spricht. Wir (Anfang 30, verheiratet, 2 Kinder) haben es vor 1,5 Jahren auch vollbracht. Die Glotze wurde erst aus dem Wohnzimmer in den Keller verbannt und nun im neuen Haus steht sie im Medienzimmer. Dieses Zimmer wird fast nur von den Kids verwendet und sie schauen dort alle paar Tage mal Sendung mit der Maus / Löwenzahn und solche Sendungen.

    Der Grund warum wir das gemacht haben: Mein Vater hat früher und auch heute noch das Fernsehen immer an. Als Kind fand ich das noch normal – man ist da so reingeboren. Aber heute mit eigenen Kindern hat man eine gewisse Verantwortung und sollte die Seele und Fantasie der Kinder schützen.

    Wobei der Ausbruch aus dem Mediengefängnis eigentlich bemerkenswert ist. Selbst meine Großeltern haben bzw. sehen heute noch viel fern. Ich möchte nicht weiterhin dem Zombiedasein fröhnen. Das war eine bewusste Entscheidung und eine der besseren in meinem / unseren Leben.

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