Wortbedeutung: Pirat

Cicero schrieb, der Pirat sei der Feind aller. Noch heute machen Seeräuber manche Schiffsroute unsicher, beeinträchtigen den Handel, gefährden Fracht und Menschenleben. Das Wort Pirat taucht oft auch in Verbindung mit nicht ganz legalen, aber ungleich harmloseren Aktionen, auf: Produktpirat, Piratensender, Softwarepiraterie oder Musikpiraten. Nachdem ein Pirat (der kleine Pirat) im Sandmännchen als Symphatieträger diente, wurde das Image der Piraten etwas aufgebessert. Pirat wird inzwischen auch als Bezeichnung für ein Mitglied in einer Piratenpartei genutzt. Diesen Piraten geht es um Freiheit der Kommunikation, der Achtung und Verteidigung der Menschen- und Freiheitsrechte und einiger Dinge mehr, die von der großen Politik gering geschätzt werden.

About Michael Renner

Meine Karriere als Redakteur bei der Piratenpartei startete 2009 beim Bundesnewsletter, aus dem 2010 die Flaschenpost hervor ging. Im Sommer 2012 wurde ich stellvertretender Chefredakteur, Anfang 2014 Chefredakteur. Da die unzähligen Aufgaben an der Spitze der Flaschenpost einen Vollzeitjob in der Freizeit mit sich bringen machte ich nach zwei guten, aber auch stressigen Jahren zwei Schritte zurück und gab die Redaktionsleitung ab. Die gewonnene Freizeit wird in die Familie und mein zweites grosses Hobby, den Amateurfunk, investiert.


Kommentare

2 Kommentare zu Wortbedeutung: Pirat

  1. Ringel schrieb am

    Im Übrigen waren Piraten mit die ersten Demokraten. Auf einem Piratenschiff soll es angeblich tatsächlich so gewesen sein, dass wenn einem die Entscheidungen des Kapitäns nicht passten eine Art Vollversammlung einberufen und den derzeitigen Kapitän abwählen konnte. Dies war allerdings erst nach der Kaperfahrt mich. Ausserdem soll es angeblich auch so gewesen sein, dass die Beute tatsächlich durch alle Besatzungsmitglieder “relativ gerecht” geteilt wurde – ein weiterer demokratischer Zug. Die Quellen habe ich leider nicht mehr im Kopf, aber bei Interesse kann Tante Google mit Sicherheit nachhelfen. Gruß Ringel

  2. Bau Lutz schrieb am

    Es liegt im Auge des Betrachters, ob der Pirat positiv oder negativ besetzt wird. England, z.B. feiert heute noch seine Freibeuter als Helden und Verteidiger des Königreiches. Wenn Piraten vor der somalischen Küsten räubern, dann hat es auch soziale Ursachen, nicht nur die kriminelle Energie der Protagonisten. Außerdem braucht es für jeden Dieb auch einen Hehler. Positiv ist: seit dem dort die Piraten ihr Unweisen treiben, erholen sich die Fischbestände von dem Raubbau der Industrienationen. Es ist also Hofnung da. Wenn die Industrienationen anfangen die Vetriebswege und damit den eigentlichen Sumpf an Korruption und krummen Geschäften auszutrocknen und das Recht der kleinen Leute dort schützen, dann kann der Fischer dort ich von ehrlicher Arbeit ernähren. Dann bin auch ich bereit, dem Einsatz der Bundeswehr zuzustimmen. Dann kann auch den Kriminellen das Handwerk gelegt werden. Ich hoffe die Piratenpartei orientiert sich weiter am pos. Klischee des edlen Freibeuters und Robin Hood der Meere, Beschützer der Armen, Witwen und Waisen usw. und bleibt den Idealen treu. Ich werde jedenfalls immer meinen Senf zu allen was mich aufregt dazu geben.

    Außerdem: tatsächlich gab es so etwas wie freie Wahlen. Außerdem ein Sozialsystem mit Kranken- und Rentenkasse eine “Unfallversicherung” für den gefährlichen Altag des Seeräubers.

    Die Tradition kann man fortschreiben.

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