Haft wegen Verweigerung von Passwortherausgabe

Ein 19-Jähriger aus Liverpool muss wegen der Verweigerung zur Herausgabe von seinem Passwort für 16 Wochen in Haft. Der Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA) erlaubt es den Behörden, Menschen deswegen bis zu einem Jahr zu inhaftieren. Die Polizei beschlagnahmte den Computer, konnte aber auf die Dateien nicht zugreifen, welche in einem verschlüsselten Container lagen. Der BBC zur Folgen sollen die Ermittler weiterhin versuchen, die Passphrase zu knacken. Bei einer Länge von 50 Zeichen dürfte sich dies allerdings als aussichtslos herausstellen, es sei denn die eingesetzte Verschlüsselungssoftware weißt erhebliche Mängel auf.

Quelle: http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-11479831


Kommentare

2 Kommentare zu Haft wegen Verweigerung von Passwortherausgabe

  1. Hm, das eröffnet auch die Möglichkeiten zur Willkür. Hab bei mir letztens erst wieder irgendwelche verschlüsselten rar archive gefunden bei denen ich den Inhalt/Passwort schon längst vergessen habe.

    Getreu dem Motto: “Unwissenheit schützt vor strafe nicht” müsste man dann wohl erstmal in den Knast selbst wenn der Dateiinhalt vollkommen harmlos ist. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Willkür.

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