Noch eine Datenkrake?

Ohne eine ausreichende Rechtsgrundlage wurden die Daten von fast allen Inhabern einer deutscher EC-Karte gespeichert und ausgewertet. Easycash hat laut dem NDR die Daten ausgewertet um etwas über die Zahlungsfähigkeit der Besitzer heraus zu finden. In einem Rechenzentrum im nordrhein-westfälischen Ratingen speichert Easycash ausnahmslos alle EC-Karten, die Kunden beim Bezahlen mit Unterschrift an Kassen von Vertragsunternehmen vorlegen. Aus einem Werbetext: “Die Datenbasis umfasst 21,7 Millionen Bankverbindungen/Monat, 50 Millionen bekannte Bankverbindungen (…).” Natürlich lassen sich aus diesem Datenbestand noch ganz andere Zusammenhänge konstruieren, da Betrag, Zeitpunkt und Ort jeder einzelnen Zahlung gespeichert werden. Bewegungsprofile sind somit möglich.  Dieses Datensammlungsverfahren wird bei mindestens drei weiteren Kartendienstleistern angewendet und zum Teil auch offen beworben. Auf Kassenbontexten steht zwar das Daten “für Zwecke der Zahlungsabwicklung elektronisch gespeichert und verarbeitet werden” dürfen,  dies geschieht aber erst nachdem die Daten übermittelt und verarbeitet wurden. Zahlreiche Verbraucherschützer halten die Masse an Daten, die über die einzelnen Kunden gespeichert werden für unzulässig.  Beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) spricht man von einem Skandal. “Es geht hier um sensible Daten. Verbraucher müssen die Möglichkeit zum Widerspruch haben”, fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Quellen: http://www.n-tv.de/ratgeber/Easycash-kein-Einzelfall-article1562026.html

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/easycash105.html


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