Elektronische Bildungskarte für alle?

Ursula von der Leyen (Bundesarbeitsministerin) will Kindern aus Hartz IV-Familien eine sog. elektronische Bildungs-Card zuteilen. In einem  Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010 wird eine Neuregelung von Hartz-IV-Sätzen gefordert. Ursula von der Leyen will dieser Forderung nun dadurch Folge leisten,  indem  den Kindern Sach- und Dienstleistungen zugutekommen lassen will, anstatt den Eltern für ihre Kinder mehr Geld zugeben. Abgerechnet werden sollen die Sach- und Dienstleistungen dann über die besagte Karte. Im ersten Halbjahr 2011 soll in einigen Bundesländern erste Test anlaufen. Es gebe bereits Anfragen aus Ländern und Kommunen, sagte von der Leyen am Montag in Berlin. Eine Höchstgrenze wollte von der Leyen noch nicht nennen. Heftige Kritik kommt dabei aus der CSU. Die FDP hat bereits Zustimmung signalisiert.

Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/bildungskarte100.html


Kommentare

5 Kommentare zu Elektronische Bildungskarte für alle?

  1. Pyromanic schrieb am

    Was Frau von der Leyen auch immer tun will: Sie erklärt irgendeinen immer für unfähig. Heute: Hartz IV-Berechtigte Eltern. Und was ist das weitere Ergebnis? Sie bläst die Argen noch mehr auf, denn diese sollen (laut taz) mit Beratern den individuellen Bedarf von Kindern feststellen. Erweiterung der Bürokratie ist das Zauberwort. Sparen sieht anders aus.

  2. Ja, das war schon recht amüsant zu lesen auf Spiegel gestern. Finde die Kritikpunkte nämlich durchaus interessant, wenn man Kindern aus hart4 Familien die Möglichkeit gibt, das für sie gedachte Geld nur noch durch sie nutzbar zu machen, nennt man das “Bevormundung” Aber bei der Einführung der allgemeinen Schulpflicht gab es sicher auch genug Gegenwind.(wie kann man nur anzweifeln, dass Eltern ihren Kindern nicht die bestmögliche Bildung verschaffen)

  3. Benedikt schrieb am

    ich finde die Sache eine echt gute Idee. Da das Geld in Hartz4-Familien auch sehr gut zu anderen Zwecken verwendet werden könnte (und ich meine jetzt NICHT Zigaretten und Alk!!!) ist der Gedanke “da ansonsten das Geld nicht bei den Kindern ankommt” durchaus berechtigt. Ich kenne Hartz4-Empfänger und da brennt es meistens an allen Ecken und Enden. Durch die andauernde (in meinen Augen systematische) Demotivation und Demütigung von vielen Personen geben viele von Ihnen einfach auf.

    Auch hat dieses “ich muss es für die Kinder verwenden” den positiven Nebeneffekt, dass auch die Eltern vor die Haustür müssen und somit neue, soziale Kontakte knüpfen können und eine Regelmäßigkeit entwickeln.

    War echt mal eine gute Idee von unserer “von der Laie”

    Just my two cents,

    benedikt

  4. Pingback: Reaktionen zur Bildungskarte

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