Beate Merk macht Spiele für Missbrauch verantwortlich

Nach den schrecklichen Fällen von sexuellem Missbrauch in einem Feriencamp auf der Insel Ameland, hat sich Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) zu Wort gemeldet, und sofort Ursachen und Lösungen zum Thema bekannt gegeben. Sie hält unter anderem Computerspiele für einen Grund für die Gewaltexzesse im Jugendcamp. Die Herstellung und Verbreitung von sog. Killerspielen müsse endlich verboten werden, forderte die CSU-Politikerin. Im selben Atemzug stellt sie dann auch die Behauptung auf, das Zensurzula-Gesetz wäre sinnvoll. Dann attackierte sie auch die FDP wegen der sexuellen Übergriffe auf der Nordseeinsel.„Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz groß fahrlässig“, sagte Merk. Man darf nicht vergessen das FDO und CSU in Bayern Koalitionspartner sind. Im Februar dieses Jahres ist Frau Merk (CSU-Vizechefin) dadurch aufgefallen, dass sie die Thesen von Walter Mixa verteidigt hat. Die selbe Frau die jetzt eine Verbindung von Spielen und sexuellen Missbrauch sieht, hat zuvor behauptet, dass die sexuelle Revolution „sicher nicht unschuldig am Missbrauch von Kindern durch pädophile Priester sei.“

Was in dem Feriencamp passiert ist, hat nichts mit dem Internet oder mit so genannten “Killerspielen” zu tun. Vermutlich weiß Frau Merk dies auch, und versucht nun einfach sich politisch auf Kosten der Opfer zu profilieren. Der Landesverband Hessen hat extra einen offenen Brief an Frau Merk verfasst.

Quelle:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,707877,00.html


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