E-Postbrief und DeMail

E-Postbrief und DeMail

Der E-Postbrief ist eigentlich dasselbe wie De-Mail und stellt schlicht eine Konkurrenz zu diesem staatlich geförderten Projekt dar. Der Staat erbringt die Leistungen für De-Mail aber nicht selbst, sondern zertifizierte Provider werden damit betraut. GMX, Web.de und die Telekom haben neben der Post die Registrierung für ihre Dienste vor kurzem gestartet. Laut Post sollen sich bei ihnen schon mehr als 20.000 Nutzer eine Adresse registriert haben. Das Versenden von Nachrichten soll aber erst möglich sein, nachdem das sog. Bürgerportalgesetz verabschiedet wurde. In diesem Gesetz sollen Voraussetzungen geregelt werden, unter denen z. B. Lohnzettel rechtssicher verschickt werden können. Kleines Detail am Rande: Die Post verlangt für den Versand eines solchen E-Postbriefes mit 55 Cent genauso viel wie für einen normalen Brief.

Selbstverständlich wird auch Kritik an diesem Dienst laut. Es ist zum Beispiel für Sicherheitsbehörden und Geheimdienste möglich ohne eine richterliche Anordnung Daten der Nutzer abzurufen. Die Namhaftmachung eines DE-Mail Besitzer ist sogar durch Private möglich. Der Dienst ist zwar freiwillig, aber laut Bundesinnenministerium soll „die nicht-anonyme und sichere elektronische Kommunikation (De-Mail) zum Normalfall“ werden.

Autor: Andreas Heimann

About Gefion Thürmer

Gefion Thuermer war von 2009-2014 Chefredakteurin der Flaschenpost. Sie hat die Piratenpartei, und mit ihr die Flaschenpost-Redaktion, 2014 verlassen.


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