Betroffenheit und Wut – wie die Opfer von Brüssel missbraucht werden

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Kommentare

9 Kommentare zu Betroffenheit und Wut – wie die Opfer von Brüssel missbraucht werden

  1. geka schrieb am

    liebe leute, bitte verwendet nicht diese “tierische” sprache – es hat einen unangenehmen beigeschmack. geka

    • Sperling schrieb am

      Liebe/r geka,

      ich schriebe den Großteil meiner Artikel aus der Blickrichtung des Sperlings und bediene mich dieses sprachlichen Stilmittels aus verschiedenen Gründen, u.a. um #dinge mit Metaphern zu verdeutlichen, Ernstes auf humorvolle Art bloßzustellen oder dem geschriebenen eine möglicherweise fälschlich verstandene Schärfe zu nehmen. So auch hier.

  2. Klar, auch nach einem solchen Terror-Verbrechen sind natuerlich wieder viele Vereinfacher und Pauschalierer am Werk. Ist ja auch leichter, als sich mit den Ursachen und der Entwicklung solcher Gewalttaten zu befassen. Wenn wir uns in Europa solchen Rattenfaengern anschliessen, haben die Drahtzieher der Mordtaten in Paris und Bruessel doch eins ihrer Ziele achon fast erreicht. Schon deshalb kommt das nicht in Frage!

    Menschen aus dem nahen Osten, also vor allem aus Syrien und Irak, sind in ihrer absoluten Mehrzahl vor genau solchen Moerderbanden in die Tuerkei und nach Westeuropa gefluechtet, aber damit auch, was die Allermeisten von ihnen bei ihrer Flucht wohl gar nicht ahnen, quasi in die Arme hiesiger Vertreter islamischer Parallelgesellschaften – siehe zB Molenbeek in Belgien, die Banlieues grosser Staedte in Frankreich, London und andere grosse britische Staedte, das Ruhrgebiet und vor allem auch Berlin in Deutschland, wo bekanntlich bislang mit Schulterzucken darueber hinweggegangen wurde, dass dort ganze Strassenzuege im Prinzip schon seit Jahren durch Polizei und Ordnungsbehoerden nicht mehr kontrolliert werden, sondern durch brutale Banden arabischer Familienclans und osteuropaeischer Mafiosi. Das hat man davon, wenn der Rechtssaat keine Zaehne zeigt.

    Die Gruenen und jetzt auch die Linken sind mit ihrer naiv-romantischen “Alle-sollen-kommen-duerfen” – Philosophie bei den juengsten Wahlen brutal vorgefuehrt worden, Dabei haetten beide es nun wirklich besser wissen muessen. Jetzt stehen sie da und muessen sich wegen ihrer Haltung sogar noch als Steigbuegelhalter fuer eine neue, braun gefaerbte politisch-radikale Bewegung beschimpfen lassen. D a s haetten beide nun wirklich vorhersehen und vermeiden koennen…

    • Sie verwechseln Ursache und Wirkung in einem schwer erträglichen Maße. Menschen, die für das Asylrecht als Menschenrecht eintreten, sind nicht “naiv-romantisch”, sondern vertreten eine Haltung, die von vielen in dieser Gesellschaft aus guten Gründen geteilt wird. Das Asylrecht verträgt keine Obergrenze an schutzsuchenden Menschen. Das ist ein Fakt. Menschenrechte sind ein hohes Gut. Geradezu lächerlich erscheint der Versuch Wahlerfolge der AfD “Grünen” und “Linken” anzulasten. Das erinnert geradezu an den Brand des Reichstags 1933. Sind Sie mal auf den Gedanken gekommen, dass die erwähnten Parteien ihren Wahlmisserfolg mit Stolz hinnehmen und ihre Haltung kein bisschen ändern wollen? Nicht jede politische Überzeugung ist ein käufliches Gut.

  3. Tom Gebhardt schrieb am

    Wer als gesunder, junger Mann vor dem IS nur flüchtet, statt seine Heimat zu verteidigen, darf sich nicht wundern, wenn er vom Terror bis nach Brüssel verfolgt wird! Offene Grenzen sind Selbstmord, weil die “Flüchtlinge“ von heute die Terroristen von morgen sind, u.a. wegen Merkels unerfüllbarer Versprechungen, wegen frustrierender Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Hass auf die “reichen“ “ungläubigen“ Nato-Komplizen, wegen Heimweh, Schuldgefühlen gegenüber den Daheimgebliebenen und aus religiösem Fanatismus. Deshalb: Armutsbekämpfung/Friedenspolitik für ALLE statt teure und gefährliche “Flucht“ übers Meer für wenige!

  4. @ christiane Es gehoert schon eine Menge Fanatismus dazu, hier jetzt Vergleiche mit der Buecherverbrennung der NS-Zeit zu ziehen. Genaueres Lesen meines Beitrags waere besser gewesen. Niemand ist gegen das Asylrecht des GG, nur muss gesehen werden, dass dies an sich auf der Basis von Einzelfaellen konzipiert wurde (deshalb keine Obergrenze erwaehnt), dabei keine Masseneinwanderungsbewegungen im Auge hatte. Das ist nun mal das historische Faktum. Das Asylrecht passt infolgedessen von seiner Intention her gar nicht auf komplette Voelkerwanderungen, so, wie sie sich jetzt gerade entwickeln. Die Gruenen, (leider) auch etliche Linke, haben sich mit ihrer “alle-sollen-kommen duerfen”-Attituede, ohne zugleich zu sagen, wie dies gesellschaftspolitisch gestemmt werden kann und wer das dann bitteschoen alles bezahlen soll, hoffnungslos in der Bluemchen-Romantik-Ecke verrannt. Dafuer sind sie von den Waehlern bei den letzten Landtagswahlen und auch bei den kuerzlichen Kommunalwahlen in Hessen flaechendeckend nahezu vernichtend abgestraft worden. Darueber sollten diese romantischen, weltfremden Eiferer doch endlich mal nachdenken bei der Analyse ihrer Niederlagen.

  5. Jürgen Stock schrieb am

    „Die Ursachen, die die Terroristen zu den Taten getrieben haben, kommen auch nicht wirklich vor. “ Seit wann ist Terrorismus sakrosankt? Man darf töten, weil man einen Grund dazu hat? Gewalt erzeugt Gewalt erzeugt Gewalt. Das ist kein Zitat von Gertrude Stein, sondern schlichte Wahrheit. Wenn man die Gewaltspirale heraufdrehen will, kann man so argumentieren: „Die Ursachen, die die Terroristen zu den Taten getrieben haben, kommen auch nicht wirklich vor.“ Wer so argumentiert, stachelt die Gewalt an. Und damit ist man für sie verantwortlich. Vollverantwortlich. Das hätte ich von Piraten nicht erwartet. Ich mag Spatzen. Meine Patentante hatte gesagt, die Spatzen haben auch Beene, doch Waden haben sie keene. Ja, ich mag diese kleine graubraunen Vögel. Aber nicht denjenigen, der sich so nennt und den Tötern Recht gibt.

    • Sperling schrieb am

      Terrorismus ist nie sakrosant. Von keiner Stelle, sei es staatlicher Terrorismus der mit Raketenangriffen oder Bomben Männer, Frauen und Kinder tötet, seien es Selbstmordattentäter die Flughäfen oder Metrostationen in die Luft sprengen. Beide Seiten haben Unrecht, beide Seiten fühlen sich im Recht.

      Wenn die sogenannte westliche Wertegemeinschaft nicht überall auf der Welt Rohstoffkriege und Geostragische Zielsetzungen verfolgen würden, gäbe es aller wahrscheinlichkeit werder Daesh, Al Quaida oder andere Gruppen, die zu solchen Taten fähig und willens sind.

      Wir sind im Krieg, und der Krieg ist asymetrisch – “wir” (oder die von uns finanzierten und ausgebildeten Handlanger) zerstören Städte und Dörfer in Syrien, Irak, Jemen, Libanon, … und “die” zerstören Hochhäuser, Nahverkehrszüge, Flughäfen, … oder massakrieren Konzertbesucher und Badegäste in New York, Paris, London, Brüssel, …

      Wenn wir etwas gegen den Terror bei uns tun wollen, müssen wir einfach aufhören fremde Länder zu bombardieren – so simpel ist das. Und aufhören, bewusst anderen zu provozieren, sie zu demütigen oder einfach nur persönliche Sticheleien bleiben lassen. Letzteres gelingt aber nicht einmal dir, lieber Ex-Redakteur, daran kannst du sehen wie schwer das ist.

  6. Ich habe schon als Wehrpflichtiger gelernt, dass der Mensch ein Feindbild haben muß. Vor 50 Jahren waren das die Kommunisten hinter der Mauer. Jetzt haben wir Gott Sei Dank die Neo Nazis. Alle anderen sind Gutmenschen oder echte Demokraten. Dabei verschwinden hunderte von Menschen jährlich still und heimlich in der Psychiatrie oder werden unschuldig verurteilt, genau so wie bei den Nazis, welche schon meine Schwiegermutter verfolgt haben. Sind wir denn nicht fähig, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu vergleichen und un daraus zu lernen?

    Gruss http://www.justizopfer.tv

    DGF

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