Auf ein Neues!

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Kommentare

27 Kommentare zu Auf ein Neues!

  1. Seepferdchen schrieb am

    Es wäre so schön, wenn du recht hättest. Es gibt keine radikalen Flügel mehr? – Gut, dem würde ich auf der einfachen Links/Rechts-Skala (eigentlich ein Kreis, weil z.B. die ganz linken so weit links sind, dass sie rechts wieder `rauskommen…) zustimmen.

    Aber: Die Partei kommt ohne Ideologien aus? Empfehlung: Erlaube dir z.B. einfach einmal, kritisch mit einem Verfechter der Freigabe von Hanf zu disktutieren, oder einem glühenden BGE-Befürworter sachliche Argumente GEGEN ebendieses BGE zu verabreichen (Liste ließe sich fortsetzen…), dann wirst du sehr schnell den gleichen ideologischen Knüppel zu spüren bekommen, den du der Antifa zurecht unterstellst. Ich habe in mehreren Jahren meiner Mitgliedschaft gelernt:

    a) Eigenes Denken, eigene IDEEN gar, sind nicht erwünscht. Wenn sie dann noch zu konkret werden. wird man aus allen Rohren bekämpft. Sachliche Argumente zählen einen Sch..dreck, weil die (selbsternannten) Superpiraten mit ihrer Ideologie sich nicht mal die Mühe machen, diese Argumente wenigstens zu DURCHDENKEN. Müssen sie auch nicht – sie haben ja ihre Ideologie und die gibt ihnen immer recht. Ich will das Publikum nicht langweilen – bei Interesse gebe ich dir an anderer Stelle mehrere konkrete Beispiele.

    b) Abweichende Meinungen werden unterdrückt. Man ist nicht einmal an Leuten interessiert, die eigentlich mitarbeiten wollen, aber die Vertrauensfrage stellen mussten, weil sie sich den Luxus einer eigenen Meinung gegönnt haben. Man REAGIERT nicht einmal auf die Vertrauensfrage selbst geschweige man befasst sich mit dieser (abweichenden) Meinung; oh sorry – einer hat’s getan; a la a). MAN= Bundespresse. Viel Spaß auch heute Abend wieder beim Hegen und Pflegen eurer heilen Welt voller steigender Facebook- und Twitter – Reichweiten.

    c) Hat ein(e) Pirat(in) einen gewissen Status, dann werden in seinem/ihrem Namen auch mal Artikel gepostet, die nicht nur m.E. ganz und gar quer zum Parteiprogramm liegen (Geleitschutz für Flüchtlinge durch Bundeswehr oder dieser Artikel, der den Einsatz der Bundeswehr gegen den IS empfiehlt… und mehr).

    d) Wenn du unter “festen Verwaltungsstrukturen” einen BuVo verstehst, der in der um sich greifenden finanziellen Not das Stilmittel der PARTEI zur Parteienfinanzierung zur Diskussion stellt und sich danach dafür feiern lässt, dass die Mitglieder zu 74% gegen den eigenen Vorschlag waren, kann ich nur sagen: Aufwachen. Die “festen Verwaltungsstrukturen” sind zumindest nach meiner Beobachtung gerade am Zusammenbrechen. Wg a) bis c) finden sich immer weniger Leute, die sich aktiv einbringen wollen. Die KOMMENDE finanzielle Not wird ihr Übriges tun.

    e) Die sture Fixierung auf eigene Themen (= persönliche Anliegen) gehört keineswegs der Vergangenheit an.

    f) Erfolg beim Wähler: Mhm – also die nächsten LTWen verheißen nichts Gutes. In LSA haben wir die an sich lächerliche Hürde von 1000 Unterstützerunterschriften lt. meiner letzten Informationen wohl nicht geschafft. In BW treten die Piraten nur in ein paar Wahlkreisen an und werden auch dort vermutlich nicht einmal 1% reißen. Dazu braucht’s auch keine Glaskugel. D.i. jetzt schon bittere Realität. Einziger Lichtblick ist RLP, weil da noch ein paar engagierte Basispiraten ihr Ding einfach durchziehen. Vielleicht packen die wenigstens das eine Prozent.

    Bruno Kramm ist sich allerdings ganz sicher, in Berlin wieder in das Abgeordnetenhaus einzuziehen. Steht zumindest so auf der Berliner Website. Nehmt ihr Wetten dagegen an?

    Summa summarum: Weil die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, werde ich meinen 2016er Beitrag noch einmal bezahlen. Vielleicht tut sich ja doch noch was.

    Dein Hurra-Patriotismus wird dabei jedoch wenig hilfreich sein.

    LG – Seepferdchen

    • Sperling schrieb am

      Ich kann mir nicht helfen, aber im Vergleich zu den früheren Problemen erscheint mir die aktuelle Situation … wie soll ich sagen … um vieles entspannter.

      Ja, Seepferdchen, es gibt dies Probleme – so wie in allen Gruppierungen jeder Coleur. Ob so heftig wie du es siehst, ob aus “bösen” Gründen oder begründet in einem festgefahrenen Verhaltunsmuster aus einer angegriffene Position heraus solte geklärt werden. Bei bei all dem hilft nur: Belegen, aufdecken und dabei Ross und Reiter nennen. Also Transparenz leben, aufzeigen wo es hakt, publizieren.

      Snwoden ist nicht nur ein “Held”, er sollte auch ein Vorbild sein.

    • Sperling schrieb am

      Smegworx, auch bist aufgefordert dich zu beteiligen: Wenn du Missstände siehst, belege Sie, decke auf, nenne Ross und Reiter. Zeige uns deine Sichtweise der Realität!

  2. c3o schrieb am

    “Ohne Ideologien auskommt”, steht da, und gleich darunter “kostenfreie Bildung für alle fordert”, “für ein Leben ohne Überwachung kämpft”, “ein repressionsfreies, allgemeines Grundeinkommen (BGE) fordert”, “gewaltfreien Antifaschismus lebt”. Hält der Autor diese Forderungen etwa für neutral/sachlich/logisch/evidenzbasiert/unpolitisch?

    • Sperling schrieb am

      Hallo c3o,

      ich halte dies Forderungen nicht für idologisch im Sinne vom allgemeinsprachlich verwendeten “Ideologien”, aber ich habe nicht vor, hier einen Randaspekt zu besprechen. Nur so viel: Die allgemeine Wahrnehmung von Ideologien (wie z.B. Faschissmus, Sozialismus, Neoliberalismus und viele Religionen) sind deren Label “Wir haben die Patentlösung” und “Es gibt keine andere Lösung als unsere”. Also einem Absolutheitsanspruch, der, wenn er an die Macht kam, kommt oder an der Macht ist, zu Unterdrückung Andersdenkender und Völkermord (Nazis, Rote Khmer, Kreuzzüge, Rohstoffkriege der letzten Jahrzehnte …) führt und führte.

      Es steht dir frei, den Begriff in diesem Artikel, der an die Allgemeinheit gerichtet ist, im Sinne der Begriffsdefinition wie sie im wissenschaftlichen/universitären Bereich verwendet wird, zu verstehen und auch hier darüber zu schreiben. Nur läufst du dann stark Gefahr dass viele Leser nach ein paar Sätzen einfach aufhören weiterzulesen weil du Ihren Bezugsrahmen sprengst.

      • Seepferdchen schrieb am

        …oder kurz: Ideologie = fertiges Rezept, das per Definition funktioniert und das, bei Androhung und Ausübung von Sanktionen nicht hinterfragt werden darf. In der Kirche heißt das, soviel ich weiß, Katechismus. vs. Pragmatismus = Probleme erkennen und im Rahmen des gegebenen Systems mit geeigneten Mittel lösen…wohl wissend, dass dabei manchmal ein paar Eier (ideologische Grundsätze) wenn nicht gar ganze Systeme zerdeppert werden müssen (oops – jetzt bin ich wieder Kommunist.)

        Kostenfreie Bildung Leben ohne Überwachung bürgerliche Grundrechte…

        halte ich nicht für Ideologien, sondern für erstrebenswerte Ziele, insbesondere, weil sie den Menschen in keinster Weise einengen.

        Das Veganertum wird dagegen zu Ideologie, wenn man anderen diese Lebensweise vorschreibt.

  3. Bernd schrieb am

    Einfach aufhören sich um sich selber zu drehen, die Kommunikations- udn Arbeotsstrukturen in der Parteoi offen aber arbeiotsfähig zu egstalten, udn das kann auch weiedr etwas werden. Ein großer Erfolg, von 2 auf 8 und wieder zurück auf 2% zu fallen ist es sicher nicht. Der Rückfall von 8% auf 2% hat Gründe 50% geht auf nicht erfüllbare Erwartungen zurück (Hype, Versprechen, die Demokratie in den Parlamenten neu aufsetzen zu wollen) 25% geht auf nicht erfüllte Erwartungen zurück (online-Meinungbildungstools in Partei und Gesellschaft etablieren, LiquidDemocracy) 25% geht auf Zank um des Kaisers Bart (z.B. nenn ich das Kind SMV oder BEO) und unterirdischer sozialer Kompetenz einiger Mitglieder, leider auch vieler so genannte unpolitischer Nerds

    Aus dem 2%-Tal wieder rauszukommen ist intensive harte Arbeit, denn ganz bestimmt gibt es keinen zweiten Hype, das „Piraten auf allen Kanälen“ warm, aber es ist durch.

  4. Rüdiger schrieb am

    Einige Euerer in Worten verfasste Gedanken machen mir Hoffnung! “dass AntiFa-Flaggen nicht zum Bundesparteitag einer demokratischen Partei passen.” Empfinde ich absolut genau so und ich will gar nicht wiederholen, welche Gedanken ich dazu erst gehäußert habe. Ich geh natürlich in meiner Ansicht noch ein Schritt weiter und will mal behaupten; Die Antifa-Flaggen passen auch nicht zu den Piratenflaggen, welche auf den unzähligen You-Tube videos zu sehen sind! Und ich finde, so wie sich die Antifa in Szene setzt handelt Sie Krimminell. Und dass sie von konkurrierenden (?) Parteien wie: SPD, LINKE, PIRATEN… und am Ende vom Steuerzahler, unter diesen Bedingungen als Söldner gefördert werden, geht für mich überhaupt nicht! (Und stimmt mich sehr nachdenklich)

    Auf das BGE bin ich über die Piraten gekommen und es ist für mich das Hauptthema warum ich mich immer noch gerne an der Flaschenpost in Form von aktiven kritischen diskusionsbeiträgen befasse und auch ein Buch dazu gelesen habe. Ich habe mir natürlich gedacht dass, wenn die Gewerkschaften das nicht wollen, es ein Wunder wäre, wenn es sich dann bei den Piraten auf Dauer etablieren kann. Bei allen anfangsschwierigkeiten bin ich aber überzeugt, dass wenn das Projekt gelingen soll es auch durch einige Versuche und Anpassungen gelingen wird! Natürlich Schritt für Schritt, nicht für alle auf einmal und auch nicht alternativlos. Im besten Fall kann ja jeder selber wählen, was für ihn in Frage kommt. – Die Gewerkschaften treten für den Mindestlohn ein, der ist aber keine Alternative zum BGE, wie immer so getan wird, denn es würde ja auch funktionieren, wenn es beides nebeneinander gäbe!!!

    Beim Hanf, ich bin kein Gegner, aber da meine ich schon… – sind das die akuten Themen für die wir jetzt eine Lösung brauchen???

    Und nun zum freien Denken – selber Denken! Wenn das in einer Partei nicht erwünscht ist, dann stimmt für mich etwas nicht mit dieser Partei. Ich persönlich fände es sowieso viel besser, wenn Diskusionen und Iddeen über Plattformen so aufgebaut werden könnten, dass am Ende wirklich etwas vernünftiges und mit großer Zustimmung aller Beteiligten heraus käme. Bei der mit Fakten, Informationen, Erfahrungen, Feedbacks, Praxis… wirklich jeder daran mitarbeiten könnte… Leider kenne ich so eine Plattform noch nicht. Sie würde nämlich auch voraussetzen, dass möglichst mehrere offene praxisorientierte Menschen die Diskusion in die Machbarkeit führen können, damit auch wirklich etwas reifen und am Ende dann auch umgesetzt wird.

  5. @HuWutze schrieb am

    „Auf ein neues“ – Nun ja, ich lasse mich ja ganz gern mal mit solchen Floskeln Ködern. Insbesondere dann, wenn man tatsächlich weitermachen möchte, um eben etwas zu verändern. Nur wirken deine Worte eher nach einem „weiter so“, statt einem echten Impuls. Es fehlt an einer konkreten Idee, frei nach dem Motto: „Ich bin gut darin voran zu stürmen wo Engel furchtsam weichen“ (Startrek VI, Das unentdeckte Land)

    Eigentlich hat das Seepferdchen das ganze noch genauer getroffen mit seinen Schlussfolgerungen. Solche Worte höre ich in letzter Zeit tatsächlich häufiger, es kümmert nur keinen, es wird ja weiter gemacht wie bisher. Das mag zum einen daran liegen, dass sich viele verabschiedet haben. Zum anderen dass sich die etablierten Strukturen und Netzwerke eben schlecht von heut auf morgen auflösen lassen.

    Was ich in dieser Partei seit langer Zeit wirklich vermisse sind Handlungsweisen so in der Art: „Entdecke die Möglichkeiten“. Statt dessen entdecke ich immer wieder angepasste Denkweisen, absolutes Handeln und Paragrafenreiterei. Man möchte gleich jede noch so kleine Eventualität“ im Keim ersticken, um nur ja keinen Interpretationsspielraum zu lassen. Dabei lebt die Welt doch genau davon, sich inspirieren zu lassen, statt vorgefertigter Denkweise!

    Viel lieber denken die meisten darüber nach wie etwas nicht geht, statt einfach mal den umgekehrten Weg zu gehen und darüber zu diskutieren, wie man etwas möglich machen kann. Am Ende mag sicher diese eine Idee nicht funktionieren, so wie vorhergesagt, aber aus den zuvor gestellten Fragen können vielleicht neue Ideen entstehen?

    „Der Weg ist das Ziel“, sollte eigentlich das Credo der Piraten sein. Wir alle wissen nicht, wohin uns der Weg führen wird. Wer sich zum heutigen Zeitpunkt jedoch ein festgelegtes Ziel setzt, wird versuchen eben genau dieses zu erreichen. Das Scheitern ist damit im Grunde schon mal eingebaut.

    Was wir zum Beispiel brauchen ist eine neue Herangehensweise an viele Dinge im politischen als auch Gesellschaftlichen Leben. Das Thema „Datenschutz“ muss meiner Meinung nach vollständig neu durchdacht werden. Denn es werden immer mehr Daten anfallen, wir können das nicht verhindern, sonst würden wir den Fortschritt verhindern. Was wir aber können, neue Denkansätze zum Datenschutz auf den Plan zu bringen. Regeln, Anwendungen, Lösungen, Fragen etc.pp.

    Piraten hätten an sich viel zu tun. Nicht jedoch irgendwelche Wahlen zu gewinnen. Piraten stehen noch lange nicht wieder auf ihren Füßen. Dahin müssen sie erst wieder kommen. Nur bitte nicht mit Satzungsfoo, sondern eher mit kreativen Anträgen, mit kreativem denken, notfalls um die Ecke.

  6. Schmock schrieb am

    Tja, diese Partei besteht halt nur noch aus ……..

    Dieser Kommentar kann so wie er ist nicht veröffentlicht werden, weil er unter anderem beleidigend ist und Aufrufe zur Gewalt enthält. Der Kommentar wurde an den Verfasser (so seine angegebene Email-Adresse korrekt ist) zurückgesendet mit der Bitte um Entfernung der beleidigenden und Gewalt befürwortenden Passagen.

  7. Andreas Gerhold schrieb am

    Was für ein Scheißartikel und mal wieder Grund über Austritt nachzudenken! Unerträgliche Hetze nicht nur gegen ehemalige, sondern auch gegen Noch-Mitglieder. Genau diese öffentliche Hetze ist es die uns geschadet und in der derzeitigen Bedeutungslosigkeit hat versinken lassen.

  8. Rudi schrieb am

    Da es in einigen Kommentaren mal wieder um “die Antifa” geht möchte ich nur anmerken, dass es Antifa, Antifa und Antifa gibt. Das kann man merken, wenn man sich als Pirat in den lokalen “Bunt statt Braun” Bündnissen einbringt.

    Es gibt jene, die die rechte Szene beobachten, in Schulen gehen, aufklären und Bildungsarbeit leisten. Deren Arbeit im Hintergrund möchte ich nicht missen. Ihre kompetenten Meinungen und Einschätzungen werden von mir geschätzt.

    Es gibt jene, die ausdauernd und friedlich ihr Recht auf Versammlungsfreiheit warnehmen und gemeinsam mit anderen den Rechten jedes einzelne Mal klar machen, dass sie nicht für “das Volk” sprechen können. Das imponiert mir. So wie es sich ergibt bin ich bei den Demos dabei, um den Nazis zu zeigen wie weit sie von irgendwelchen Mehrheiten entfernt sind.

    Tja und dann gibt es die Fans von Rauchbomben, Farbbeuteln und Pflastersteinen, auf deren Engagement ich verzichten könnte und für die tatsächlich kein Platz in einer demokratischen Partei ist.

    Falls bei Euch lokal die dritte Sorte vorherrscht ist das natürlich übel. Bei mir habe ich ganz überwiegend Antfias der ersten und zweiten Sorte und auch dank ihrer Arbeit weniger Rechte als anderswo.

    Rudi

    • Sperling schrieb am

      Hallo Rudi,

      Da werde die erste, noch die zweite Form der “Antifa” Gewalt einsetzt hat sich deine “Frage” schon fast erübrigt – es geht um die dritte Form, nicht selten erkennbar an identischem Gestus, Habitus und Duktus mit Autonomen Anarchisten.

      Wobei sich die ersten beiden, meiner Erfahrung nach, vor allem als Anti-Faschisten bezeichnen würden, denn als AntiFA – eben genau wegen des negativen Ansehenes des Begriffes.

  9. Stefan Fricke MdL schrieb am

    Die haben nicht nur in Offenbach (Mit zwei f, nicht drei!) manipuliert, sondern auch den BPT in Neumarkt.

  10. Carsten schrieb am

    Solange eine größere Anzahl an Piraten immer noch diesen Unsinn mit der Ideologiefreiheit glaubt, ist der Partei nicht zu helfen. Politische Bildung tut Not!

    Der Autor des Textes hätte das besonders nötig, ein schlimmer Fall: In einem Abschnitt eine liberale Partei fordern, die ideologiefrei ist…

    Hach diese Piraten… ich möchte sie nicht missen 🙂

    • Sperling schrieb am

      Hallo Carsten,

      ich vermute mal ich habe dich und andere aufs Glatteis geführt: Die allgemeine Wahrnehmung von Ideologien (wie z.B. Faschissmus, Kommunismus, Neoliberalismus und viele Religionen) sind deren Label “Wir haben die Patentlösung” und “Es gibt keine andere Lösung als unsere”. Also einem Absolutheitsanspruch, der, wenn er an die Macht kam, kommt oder an der Macht ist, zu Unterdrückung Andersdenkender und Völkermord (Nazis, Rote Khmer, Kreuzzüge, Rohstoffkriege der letzten Jahrzehnte …) führt und führte.

      Was du meinst sind politsche Ideologien, deren es drei gibt (Liberalismus, Konservatismus, Sozialismus). Wir befinden uns hier aber nicht in einem politischen Seminar oder der Piratenpartei-Nabelschau-Arbeitsgruppe, die unter Ausschluss der Öffentllichkeit und unter Ausschluss des allgemeinen Sprachgebrauchs kommunizieren.

      Sorry das ich nicht klar gemacht habe da sich den allgemeine Sprachgebrauch verwende … das alte Problem mit dem “gedacht, gemeint, geschrieben, gelesen und verstanden” eben …

  11. jo schrieb am

    Die Partei ist geschrumpft und schrumpft weiter. Sie hat sich aber nicht konsolidiert. Der Vorstand fährt weiter einen Kuschelkurs mit den Radikalen. Das machte er sofort nach der Wahl auf dem aBPT klar. Es gab nie eine klare Abgrenzung, geschweige denn dass eine solche umgesetzt wurde. Es sind immer noch Antifa-Piraten aktiv, mit gewaltbereitem oder gewaltbefürwortendem Duktus. Teile gendern Teile sehen sich post-gender (und gerade dieses Thema stigmatisiert jeden, der etwas sagt oder schreibt). Wer Piraten wählt, der weiss nicht, ob er einen liberalen oder radikalen wählt. Außer aus Protest kann man so etwas leider nicht wählen. Es ist vor der Wahl nicht klar, welche Politik die Mandatsträger schlussendlich umsetzen. Damit ist und bleibt die Partei auch weiter weg vom Fenster, was ich außerordentlich bedaure.

    PS: da Antifa angesprochen wurde: Unter der Fahne der Antifa wird Gewalt praktiziert und geduldet, das alleine ist schon Grund genug für eine Distanzierung demokratischer Kräfte von der Antifa und spricht dagegen, für diese Werbung zu machen; nach wie vor haben etwa die Hälfte der LV die (in meinen Augen für eine politische Kraft unsägliche) Erklärung der Antifa unterzeichnet. Und wer jetzt mit der Killerphrase kommt “es gibt nicht die Antifa”, dem kann man entgegnen, dann muss man auch nicht dabei sein und unterstützen was es nicht gibt – oder anders. Es gibt leider auch nicht mehr die Piraten.

    • Rüdiger schrieb am

      Der wahre Skandal liegt doch nicht nur in der Gewalt der Antifa, sondern auch in der Korupption und den Verstrickungen unter den Parteien. Es ist Zeit zur offenen Selbstkritik und einer Art Neuanfang. Es hinkt doch überall von vorne bis hinten. Quer durch alle Strukturen… Als bei der Maueröffnung der böse Feind weggekrochen war, war man völlig verzweifelt, dann suchte man sich halt einen neuen Feind und nichts ist seither wie es war… Und was hat sich bei uns nicht alles verändert und die Strukturen? … hinken hinterher.

      Unsere Systeme behindert sich selbst und rauben den Menschen kontinuierlich ihre Eigenständigkeit, statt sie finanziell zu fördern und sie auch sonst wohlwollend zu unterstützen.

      • jo schrieb am

        Du vermischst hier angesprochene Zustände in der Piratenpartei mit von Dir empfundenen Situationen in der Politik. Du kannst dich aber eben erst um die große Politik kümmern, wenn es im eigenen Laden stimmt und funktioniert.

        • Rüdiger schrieb am

          Du hast recht! Nur wie soll es bei den Piraten besser werden? Wie auch bei allen anderen Parteien? Wenn die gesamte Ausrichtung in unserem Land schon länger nicht mehr stimmt und die versteckten Ursachen dafür gar nicht genannt werden (weil es bestimmte Themen gar nicht zu geben scheint) und zum kleinen Teil auch gar nicht greifbar sind? – Wenn ich gar nicht mehr weiter weiß, dann orientiere ich mich zum einen an der Natur – Die Säugetiere sind uns da am nächsten und wenn du sie all zu sehr in Streß versetzen tust, dann zeigen sie in gewisser Hinsicht kein unterschiedliches Verhalten zu uns. Also was will der Mensch? Harmonie, Freude, Liebe, ein natürliches stressfreies Umfeld in der möglichst unverfälschten Natur, will er genießen. Was steht uns in Aussicht? Ein Firmen und Vereinsimperium, welches uns mehr und mehr vor uns selbst entfremdet, unsere Identität bedroht und unsere Selbstbehauptung mißachtet oder zu mindest zu schwächen versucht. Das Geld aus der Tasche zieht. Erst wenn man mal selbst finanzielle Kleinigkeiten von Sagen wir mal 5 bis 25€ aus guten Gründen dauerhaft verweigert, dann sieht man mal wie kleinlich unser System ausgelegt ist. Oder Mülltrennung: Eierschalen falsch sortiert – gleich 3 Stunden Gerichtsverhandlung… ( selber Erlebt) Wer so seine Landsleute vorführt, der braucht sich über die negative Haltung gegenüber der Politik doch nicht zu wundern. Scheidungen ruinieren unzählige Menschen, Männer mehr als Frauen. Und so fort… Wir brauchen die Verhältnismäßigkeit, Bürokratie kann Menschlichkeit niemals human ersetzen. Fakt ist, wer seine Landsleute und Wähler nicht ernst nimmt sondern auf diverse Arten frustriert, der braucht sich nicht zu wundern, dass er sich dann neue Wähler erfinden muss.

        • jo schrieb am

          Bei den Piraten wird das nicht mehr besser werden, und selbst wenn, die Partei hat sich sowas von selbst verbrannt, das sie verbrannt ist. Das wieder glaubhaft zu bereinigen … schafft die Partei dann erst recht nicht.

        • Moin,

          deiner Einschätzung mag ich vorsichtig widersprechen. Wir Piraten schwimmen nicht mehr durch das selbstverschuldete Tal der Tränen, wir waten hindurch. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit nimmt wieder zu (siehe Anzahl der Erwähnungen in der Presse) und wird auch wieder deutlich (!) positiver. Denn der Inhalt der Artikel besteht nicht aus Skandalen und Fails, sondern um das, was eine Partei ausmachen sollte: Wahlen und alles, das auf unserer politischen Agenda steht. Auch die Zugriffszahlen auf die Flaschenpost steigen wieder etwas an. Mir zeigt das ein zurückkehrendes Interesse an der Piratenpartei. Das alles ist weit davon entfernt ein Trend zu sein, doch ist es eine Trendenz!

          Auf der anderen Seite herrscht in der Partei noch eine Grundstimmung der Niedergeschlagenheit und der Resignation. Sollte sich das wieder positivere öffentliche Bild jedoch verfestigen hat der Optimismus wieder eine Chance in den Reihen der Parteimitglieder. Auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht sind die vielen unabhängigen Wahrnehmungen für mich der Grund nichts verloren zu geben sondern an eine Zukunft der Piratenpartei als liberale Bürgerreichtspartei, als Begleiter des digitalen Wandels und Mahner bei Menschenrechtsfragen zu glauben.

  12. Seepferdchen schrieb am

    @Michael Renner: Immer noch recht optimistisch, aber zumindest etwas realistischer als der Text von Sperling.

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