Stasigefängnis Hohenschönhausen – Bericht eines Zeitzeugen


Kommentare

9 Kommentare zu Stasigefängnis Hohenschönhausen – Bericht eines Zeitzeugen

  1. maurice dubois schrieb am

    Es ist mir unerklaerlich wie “einfachgestrickt” diese “Staatssozialisten” ihre Macht erhalten wollten: durch primitive, physische Repression wie in einem Feudalstaat! Das lenkt allerdings auf die Frage der Repression nichtkonformem Verhalten im Liberalismus. Hier ist der Knüppel nicht die Androhung des Stasigefängnisses sondern die Androhung , aus der Mülltonne sein Essen zu beziehen ,wenn du nicht funktionierst. Gleichzeitig ist das liberale Regime so smart, dass es einen ungefährlichen Anteil an Kritik akzeptiert und verarbeitet. Die Grünen sind heute das beste Beispiel für diese Integration von Protestpotential: Turnschuhfischer tritt auf Polizisten rum in seiner Jugend , wird dann zum Polittribunen bei den Grünen, sichert seine Macht durch Manipulation in den KV s (durch seine Realo-representanten) wird zum Aussenminister und NATO freund. Bombt Belgrad einen Monat lang (500 Tote!) Nach der Abwahl findet er einen Job bei der Albright-Group und bekommt bei seinen Freunden in den USA eine Gastprofessur. Was er heute macht ??? Jedenfalls: sein Parteikumpel Tritiin säuft Champagner im Hotel Bilderberg. Heute sind alle wesentlichen Positionen in Wirtschaft, Politik und Medien von neoliberal-orientierten Personen vereinahmt. Daneben darf es auch in Nebenfragen Kritik und Opposition geben. Die Kernfragen aber werden umgangen und abgeblockt. Man sehe sich die Talkshows an: immer die Gleichen reden immer das Gleiche! Ausnahmen und Aussenseiter gibt es, aber nur in geringem, nicht-relevanten Umfang. Gleichzeitig lässt sich die Masse verblöden durch die Medien. Das ist der Unterschied mit den autoritaeren Staaten. Das liberale Regime hat die Repression weitgehend in die Strukturen und als Selbstzensur eingebaut. Sie ist nicht mehr personifiziert wie bei den Stasi und Nazischergen. Warum auch? Ist Geld etwa personifiziert oder tritt es als objektives, gleichsam goettliches Phenomen in der Gesellschaft auf? So scheint es. In Wahrheit aber wird dieses “göttliche ! Geld von den neoliberalen Cliquen der Postdemokratie gelenkt. Hinter “objektiv” notwendig erscheinenden Massnahmen wie der Eurorettung stehen konkrete Interessen konkreter Gruppen , die sich gegen die Mehrheit der Bevoelkerung richten – vielleicht schlimmer noch als in der DDR!

    • Gerd Hetsch schrieb am

      Es gibt so unterschiedliche und menschlich kaum zu begreifendende Beschädigungenen von SED-Stasi-Opfern. Zum Beispiel, wie es war, wenn man als junger Homosexueller, dazu noch feminin wirkend, in das Bestrafungs-Lager DDR-Zuchthaus Cottbus eingeliefert wurde. Weitere Detaials dazu unter: gerd.gerd@email.de

      • Gerd Hetsch schrieb am

        Das o.g. Zitat stammt aus einem Leserbrief,mit der Überschrift: “Da wurde vieles vergessen” den die Potsdamer Neuste Nachrichten am 30.12.2011 in ihrer Print-Ausgabe abgedruckt hatte. Den Beitrag kann man auch in der Online-Ausgabe lesen.In diesem Blog wurde er aber nicht von mir persönlich rein gestellt. Gerd Hetsch

  2. waschtl schrieb am

    Interessante Geschichte.

    Aber jetzt mal ernsthaft: Klar, Stasi war scheiße. Aber letztendlih war der gute Mann ja “nur” unberechtigt eingesperrt. Und jetzt kommts: Das passiert auch heute nocch! In Deutschland! Nennt sich Justizirrtum…

    ch will das jetzt nicht runterreden oder sowas, aber wenn man sich überlegt, dass man in der Nazizeit als Homosexueller zusammen mit anderen “Untermenschen” in so einem Fall gern mal kurzerhand vergast wurde, finde ich, dass dieses Schicksal in keiner Weise mit dem dritten Reich vergleichbar ist.

    Insofern: Guter Artikel, den Nazivergleich finde ich etwas arg aufgebauscht (womit wir wieder bei wären… 😀 ).

    • Walter schrieb am

      Ein Vergleich mit Nazis mit ganz anderen Voraussetzung geographisch und wirtschaftlich ist Blödsinn. Gleichzeitig trage ich sehr wohl Bedenken mit, wie es derzeit mit unserer freien Meinungsäußerung (öffentlich und Internet), Versammlungsfreiheit und beruflich bestellt ist: Verschiedene Bundesländer “rüsten” ihr Polizeipotenzial personell und mit rechtlichen Mitteln aus, dass einem angst und bange werden muß! Bei der noch so kleinsten Demo stehen martialisch aussehende, für den Kriegskampf ausgerüstete und im wahrsten Sinne “knallharte” Polizisten (Krieger) dem einfachen Demonstranten gegenüber!? Der einfachste Mensch wird dermaßen eingeschüchtert und gleichzeitig von vollkommen wahnsinnigen Richtern-politisch willfährig- abgeurteilt. Seine Existenz ist menschlich und beruflich anschließend demoliert! Ich habe Angst vor einer Regierung, die unter dem Deckmantel der “Sicherheit für die Bevölkerung” ein noch perfekteres, radikaleres und nicht überprüfbares Überwachungs- und Herrschaftssystem aufbaut! Wehret den Anfängen! Walter

  3. shane schrieb am

    Weiß man vielleicht, wie man kontakt zu diesem zeit zeugen aufbauen kann. Den über dieses Thema schreibe ich meine seminarfacharbeit währe nett

  4. Gerd Hetsch schrieb am

    Hallo,

    es wird mit dieser Internetpräsentation suggeriert, dass ich -Gerd Hetsch- ein Zeitzeuge des ehemaligen Stasi-Gefängnis, das heute Gedenkstätte ist, wäre. Hiermit gebe ich bekannt, noch nie als Zeitzeuge für die Gedenkstätte Hohenschönhausen agiert zu haben. Allerdings habe ich in der Zeit vom 31.10.1983 (Einlieferung in das Stasi-Haftkrankenhaus) bis zum 21.11.1983 (Zurückverlegung in die Stasi-U-Haftanstalt nach Berlin-Pankow) traumatisches dort erlebt. Gerd Hetsch

  5. Rüdiger schrieb am

    Die Wahrheit über einen Staat erfährt man halt nur durch feindliche Übernahme;-) Zum Glück knackt das Telefon bei den heutigen Abhöraktionen heute nicht mehr so sehr. Wie kommt Putin überhaupt dazu die Behauptung aufzustellen, dass der Westen, die Leute in der Ukraine unterstützt haben soll, welche Nazisymbole offen zur Schau stellten. Und warum konnte ihm bei dem Interview keiner wiedersprechen? Ganz einfach er hat wohl die Wahrheit gesagt! Wenn der Zweck die Mittel heiligt dann sind leider alle gleich. Das tut natürlich weh. Im Besonderen, wenn man gedacht hatte, wir stünden auf der ehrlichen Seite.

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