Die AG Nuklearia stellt sich vor

AG Nuklearia | CC BY-SA 3.0 | Piratenpartei

Kommentare

15 Kommentare zu Die AG Nuklearia stellt sich vor

  1. tauss schrieb am

    Wie bitte!?! “Empfundene” Mehrheit?? Es gibt klare Beschlüsse der Piratenpartei GEGEN die Nutzung der Kernkraft. Und mal ehrlich: Hat die Flaschenpost nichts Besseres zu tun, als Energielobbyisten aus der Steinzeit ein Forum zu geben? Der Atomstaat ist ein inakzeptabler Überwachungsstaat, wie man schon in den 70igern überzeugend bei Traube nachlesen konnte. Kernkraft ist intransparent, verweigert die Benennung ihrer wahren Kosten und ist als (“Rest”-)Risiko gesellschaftlich nicht tragbar. Nichts, aber auch gar nichts an ihrer Nutzung hat auch nur annähernd etwas mit den Grundsätzen der Piraten zu tun. Das an Dümmlichkeit nicht zu überbietende Geschwätz des Autors könnte in einigen Teilen ein Copy & Paste der IAEO sein, welche weltweit Atomkraft lobbyiert und das UNO-Monopol hat, Gesundheitsrisiken bis hin zu Tschernobyl-Folgen zu vertuschen. Die WHO darf sich dazu nicht äußern. Aber Atomkraft für alle Krisengebiete dieser Welt zu fordern und dies dann noch propagandistisch mit Raumfahrt und Internet zu verbinden würde aber noch nicht mal dieser ekligen steuerfinanzierten Atom-Monsterbehörde in Wien einfallen.

    • wulfen schrieb am

      Lass mich raten tauss…du hast nicht eine Zeile gelesen geschweige verstanden. “Kernkraft ist intransparent, verweigert die Benennung ihrer wahren Kosten und ist als (“Rest”-)Risiko gesellschaftlich nicht tragbar. Nichts, aber auch gar nichts an ihrer Nutzung hat auch nur annähernd etwas mit den Grundsätzen der Piraten zu tun.” Was du da schreibst ist einfach dumm. Jedenfalls bin ich einem Herrn oder Kernkraft nicht begegnet. Sie hat auch nichts verweigert. Genau so gut könntest du schreiben die Schwerkraft ist verbrecherisch weil sie nie gesagt hat das sie tödlich sein kann. Mit der Atomkraft ist es wie mit dem Messer- es kann tödlich sein, oder nützlich. Nuklearia versucht den nützlichen Weg der Atomkraft aufzuzeigen. Und wenn man sich damit beschäftigt statt dogmatisch wie ein pastowschler Hund zu jaulen sobald das Wort “Atom” ertönt wird man zumindest nachdenklich. Wird hier doch ein sicherer Weg aufgezeigt nicht nur Energieprobleme zu lösen, sondern die Restmüllagerung gleich mit.

    • Frank Kratzig schrieb am

      Ach Jörg, halt’s Maul. Wann verstehst du endlich, dass dich fast alle nur noch als verbitterten alten Mann wahrnehmen, den niemand mehr ernst nimmt? Lass die Piraten endlich in Ruhe. Und das sage ich als Nuklearia-Gegner…

  2. @tauss: Ah, der übliche Beißreflex!

    Wenn die Ideen der Nuklearia so doof sind, wo sind denn dann deine Alternativen zur Endlagerung abgebrannter Brennelemente? Oder hältst du die Endlagerung für alternativlos? Dann sage das doch bitte klar und deutlich!

    Ich verstehe jedenfalls nicht, warum der Vorschlag der Nuklearia, langlebigen Reaktormüll in kurzlebigen zu verwandeln, derartige Tiraden auslöst. Wir haben die Aussicht, die Radiotoxizität des Atommülls innerhalb von dreihundert Jahren auf 1 Promille zu drücken. Sollte das nicht Anlaß genug sein, sich die Sache wenigstens etwas näher anzusehen?

    Oder kann nicht sein, was nicht sein darf? Ist die Aufrechterhaltung des eigenen nichtnuklearen Weltbildes wirklich wichtiger als die Vernichtung des Atommülls? Sind wir es kommenden Generationen nicht schuldig, alle Möglichkeiten zu prüfen?

    Rainer Klute, AG Nuklearia

  3. TheBug schrieb am

    Das ist die gleiche Sülze, die Ihr seit über einem Jahr erzählt. Fragen die Euch dazu gestellt wurden werden einfach ausgeblendet, zuletzt wurdet Ihr im Mumble am 31.8. restlos zerlegt und hattet keine Antworten, nur jede Menge Traumgebilde.

    Das Problem des Atommülls wurde von einer ignoranten verlogenen Politik geschaffen. Genau den gleichen Politikansatz bietet Ihr jetzt als vermeintliche Lösung an. Ich habe keine Lösung für das Atommüllproblem, aber Ihr auch nicht, Ihr habt nur weitere Illusionen und Lügen.

    In Bochum schreiben wir die Ablehnung von Eurem Krempel ins Grundsatzprogramm.

    • Robert Schuldt schrieb am

      Hmm, ‘nur jede Menge Traumgebilde’, ‘ignoranten verlogenen Politik’, ‘den gleichen Politikansatz’, ‘ Illusionen und Lügen’… lass es raus, bitte – und dann geruhige dich.

      Ich lese in den Aussagen der AG und hier nix über politisches Massnahmen. Es soll noch nix gebaut werden, schon gar nix, was nicht zuende entwickelt, unter Sicherheitaspekten geprüft und nochmal geprüft wurde. Es geht vorerst lediglich um Forschung und Entwicklung, und um die Suche nach Lösungen. Nicht um die Implementierung.

      Auch wird hier nirgends vorgeschlagen den Atomausstiegausstiegausstieg wieder rückgegängig zu machen.

      Ich bin definitiv kein Fan von Energieerzeugung per Kernspaltung, aber ich finde, dass Deutschland (und der Rest der Welt) weiter an/nach Lösungen forschen sollten, die die Sicherheit, Beherrschbarkeit und Umweltverträglichkeit der Tecknik verbessern.

      Und wenn am Ende eine Technik rauskommt, in der man Gigawatts an Strom reinstecken müss um ein Kilo Atommüll sicher und strahlungfrei zu machen…. sei es drum.

      Zu einem guten Politikstil gehört die Suche nach besseren Lösungen – Schubladenkennen gehört nicht dazu.

      • TheBug schrieb am

        Lies mal die Anträge der AG und rede mal mit ihnen. Da sind schon sehr konkrete Vorstellungen über Flüssigsalzreaktoren und ähnliches, aber es fehlt jedes Risikobewusstsein.

  4. Francis-Drake schrieb am

    Zugegeben, der Artikel liest sich bestechend in seiner wissenschaftlichen Argumentation. Ist didaktisch hervorragend aufbereitet, er generiert sogar Sympathie für den Schreiber, für den ehemaligen Internetgegner, der, wie wir inzwischen alle lachend wissen, so im Unrecht war mit seiner Angst vor dem unbekannten Netz. Mit der gleichen Nonchalance wird uns die Wandlung vom Kernkraftgegner zum Atomenergiebefürworter verkauft, mit der subtilen Implikation, dass wir in wenigen Jahren ebenso lachend auf unsere völlig verstaubte und unangemessene Geisteshaltung zur Kernenergie zurückblicken werden.

    Es hat viele Unfälle mit Kernkraftanlagen gegeben. Die meisten sind vielleicht vergessen? Es sei noch mal an Sellafield, Harrisburg, Greifswald, Tokai und Tschernobyl, u.a. erinnert, bei denen Strahlung freigesetzt wurde.

    Was hatten alle Unfälle gemein? Die Arroganz und Ignoranz des technikverliebten Menschen, der meint, immer alles im Griff zu haben. Letztendlich hat die Schwachstelle Mensch mit seinen biologischen Unzulänglichkeiten (Müdigkeit, Gleichgültigkeit, Unaufmerksamkeit) begleitet von Einsparungen und Profitgier, zu jedem einzelnen dieser Unfälle geführt.

    Auch eine neue Vorgehensweise ändert daran nichts. Der Mensch hat sich nicht geändert und auch „nur“ 300 Jahre Strahlenbelastung darf kein Argument dafür sein, mit einem Risiko zu spielen, für das die Menschheit weder reif genug noch technisch weit genug entwickelt ist, den damit verbundenen Gefahren zu begegnen.

  5. charlymod schrieb am

    Das Problem bei einigen Kommentatoren liegt m.E. in dem eingeschränkten Wissen über techn. Vorgänge. Ich für mich weiß nichts, bin aber dem Neuen gegenüber aufgeschlossen und denke darüber nach bevor ich mich als techn. Nakedeichen outen würde.

    • Jürgen schrieb am

      Was die Nuklearia präsentiert ist nichts neues. Die Ideen sind in etwa so alt wie die Kernindustrie. Es ist bis heute nicht gelungen die mit dieser Technologie der schnellen Reaktoren verbundenen technischen Probleme und Risiken im Rahmen großtechnischer Lösungen in den Griff zu bekommen. Siehe dazu auch die Infos bei den AntiAtomPiraten und den weiterführenden Links, z.B. ab hier: http://www.anti-atom-piraten.de/2012/09/neue-atomreaktoren-die-erfolgsaussichten/

      Die Nuklearia blendet alle Probleme und Risiken systematisch aus. Übrig bleibt ein Bild einer heilen Welt der Atomkraft nach den Motiven des “Atoms for Peace” Programms von US-Präsident Eisenhower aus dem Jahre 1957. Die 60 Jahre alten Versprechen der Atomindustrie konnten und können nicht eingelöst werden.

      Atomkraft ist auch keine Lösung für das Klima-Problem. Durch Abwärme sowie CO2-Freisetzungen bei Bau sowie Ver- und Entsorgung liefert die Atomkraft keinen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel. http://me.queensu.ca/People/Pearce/files/as15.pdf

      • Fabian schrieb am

        Nun, Haters gonna hate – aber zwei Sachen möchte ich doch mal richtigstellen:

        Die Aussage, dass man die IV. Generation der Kernkraft nicht an den Start bringen könne, ist ebenso kurzsichtig wie die Behauptung aus den 1960ern, Computer würden nie kleiner als Kleiderschränke sein. Siehe dazu meinen Artikel: http://nuklearia.de/2012/10/21/warum-gibt-es-das-noch-nicht-geschwindigkeit-technologischen-fortschritts/

        Dass Kernkraft nicht zum Klimaschutz beitrüge aufgrund von CO2-Emission beim Bau und Freisetzung von Abwärme im Betrieb ist im 1. Fall wirtschaftlich und im 2. physikalisch falsch. Im Wiki haben wir gehen wir näher darauf ein: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Nuklearia/Geringe_CO2-Emissionen Vergleiche auch meinen Artikel: http://nuklearia.de/2012/09/21/kurz-und-knapp-17-pro-atom-argumente/ 17 Pro-Atom-Argumente.

        Egal welche Position man zur Kernkraft einnimmt, die Argumente müssen wissenschaftlich stimmig und durchgecheckt sein. Die Behauptung, Kernkraft wäre nicht klimafreundlich, ist es nicht. Es handelt sich sogar um die stärkste CO2-arme Energiequelle, und damit um die wirksamste Waffe in Sachen Klimaschutz. Deutschland gedenkt dieses Mittel über Bord zu werfen – sehr unklug nach Meinung vieler ausländischer Umweltschützer: http://www.monbiot.com/2011/08/08/the-moral-case-for-nuclear-power/ George Monbiot: The Moral Case for Nuclear Power

        • Jürgen schrieb am
          Haters gonna hate

          Lieber Fabian, bitte lasse doch diese Beleidigungen weg. Ich hasse Dich nicht. Ich halte die Schlussfolgerungen wie auch das Vorgehen eurer Gruppe technisch wie moralisch für Falsch.

          Ich sage in obigem Statement auch nicht, dass es nicht möglich ist, die von euch wechselweise propagierten Anlagentypen zu errichten. Die großtechnischen Probleme sind aber seit den 50er, 60er Jahren ungelöst. Auch die Versprechen der 60er Jahre zur aktuellen Atomenergie wurden nicht eingelöst. Eure Versprechen sind weitgehend deckungsgleich. Zweifel ist da imho duchaus angebracht.

          Auch Dein Vergleich mit den Computern hinkt. Es war die Industrie, die diese Dinge entwickelt hat, weil sie erfolgversprechend waren. Die Industrie verabscheidet sich aber von der Atomkraft, weil sie ohne staatliche Förderung für die Unternehmen eben nicht erfolgversprechend ist.

          Im Moment haben wir es nicht einmal im Griff, bei bekannten Reaktortypen die Zeit- und Kostenzeiele von Neubauten einzuhalten. Diese werden regelmäßig deutlich überzogen. Auch der Betrieb der Altanlagen ist oft nicht kostendeckend. http://www.anti-atom-piraten.de/2012/04/entwicklung-des-strompreises/

          Interessant finde ich Deinen letzten Link. Dort rechnet ihr vor, dass auch eine 100% Atomkraftbasierte Energiegewinnung einen erheblichen Beitrag zur Erderwärmung beiträgt. Dabei ist der Treibhauseffekt von Wasserdampf (aus der Kühlung der Anlagen) sowie die Emissionen bis zum Erreichen dieses Status nicht mit berücksichtigt.

          Unterm Strich bleibt der Mensch das kritische Glied in allem, was der Mensch schafft und tut. Lasst uns Dinge tun, die gut und richtig sind und die im Falle eines Fehlers oder Mißbrauchs keine all zu schlimmen Auswirkungen haben können. Atomkraft kann dieser Direktive nicht Folge leisten.

  6. Stephan schrieb am

    Ich freue mich außerordentlich endlich mal eine aufgeschlossene, vorwärts gewandte Sicht auf die Kernenergie bei einer deutschen Partei zu finden, eine die sich auf Fakten und Möglichkeiten konzentriert und nicht der blinden, zeitweise fast hysterischen Panikmache unserer etablierten Politiker und Massenmedien zum Opfer fällt. Natürlich sind 20, 30 Jahre alte Uranreaktoren veraltet und bewiesenermaßen gefährlich. Aber diese Tatsache darf nicht der grundsätzlichen Nutzung neuer Technologien im Weg stehen nur weil sie den selben Ursprung haben.

    Ich habe gerade einen weiteren Grund gefunden meine Stimme nächstes Jahr wieder den Piraten zu geben. Danke dafür.

  7. zen-pirat schrieb am

    Vielleicht ist es für eine Wahl sogar mal entscheidend, wie die Piraten miteinander kommunizieren. Auch weil sich potentielle Wähler hier informieren. Aufmerksamkeit, Geduld, Verständnis und das Ablegen aller Vorurteile (ja ich weiß, dass das zu viel verlangt ist) müssen ständig trainiert werden. :)

    Alles Gute zen-pirat

  8. Pingback: Mehr verstehen und sich weniger fürchten | Nuklearia

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