Noch mehr Irrsinn bei der GEZ

In Marienberg soll ein Autohändler 18.000 € an die GEZ zahlen. Obwohl er immer seine Rundfunkgebühren gezahlt hat. Plötzlich soll er rückwirkend für 13 Jahre Gebühren zahlen. Die GEZ ist der Meinung, dass er als Autohändler für jedes Radio auf seinem Gelände zahlen soll. Also auch für Radios, die niemals von ihm oder seinen Mitarbeitern genutzt werden, da diese sich in den Verkaufswagen befinden. 1992 kam die GEZ noch nicht auf diese absurde Interpretation und war mit der Anmeldung von 2 Autoradios zufrieden.

Natürlich klagte der Händler vor dem Verwaltungsgericht und verlor diesen Prozess. „Entscheidend für die Gebührenforderung ist das Bereitstellen der Geräte.“, so Richter Bernhard Klose. Die GEZ erhält allein für Sachsen jeden Monat 23 Millionen Euro von den Gebührenzahlern. Trotzdem hat es die GEZ nötig, rückwirkend die Leute über den Tisch zu ziehen.

Falls man jetzt denkt, es geht kaum noch schlimmer, dann kennt man die GEZ schlecht. In Löwenstein soll ein Arbeitsloser für einen defekten Fernseher Gebühren zahlen. Um von der Gebühr befreit werden zu werden, soll er nämlich seinen Fernseher wegwerfen. Unser Autohändler soll Gebühren zahlen, weil er theoretisch in einem seiner Verkaufswagen Radio hören könnte. Ein Arbeitsloser soll GEZ zahlen, weil er theoretisch mit einem defekten Gerät fernsehen könnte? Ihm fehlt schlicht das Geld für einen Ersatz. Begründet wird das Ganze mit dem Hinweis, dass nur ALG II Empfänger von der Gebühr befreit werden könnten. Ein Arbeitsloser, der seit 2010 nicht mehr in den Genuss des TV Programms gekommen ist, soll also finanziell zum Betrieb der Sendeanstalten beitragen. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen selbst ALG II Empfänger nicht befreit wurden. Im Zweifel entscheidet man offensichtlich zum eigenen Vorteil und nicht zum Vorteil des Gebührenzahlers.

Quellen:  sz-online.de & gulli.com


Kommentare

4 Kommentare zu Noch mehr Irrsinn bei der GEZ

  1. Und was können wir dagegen unternehmen? Wie können wir uns gegen die Pauschale ab 2013 wehren? Sollen wir zivilen Ungehorsam üben? Ja, ich verstehe, wenn Leute sich erheben, um sich gegen ein Unrechtssystem zu wehren. Ich kann auch verstehen, wenn diese Leute zur Ausübung von zivilem Ungehorsam aufrufen.

    Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Ein Handwerkerbetrieb mit 16 Mitarbeitern und 4 KFZs zahlte bisher 69,12€ p. a.. Ab 2013 zahlt der gleiche Betrieb 431,04€ p. a., obwohl keines der KFZs ein Radio eingebaut hat. Aber es kommt noch schlimmer: Taube und Blinde, die bisher befreit waren, werden ab 2013 auch zur Kasse gebeten.

    Und wofür das Ganze? Damit das Durchschnittsgehalt bei z. B. dem SWR mindestens so hoch bleibt wie bisher – 110.000€ p. a.!!!

    Unter diesem Licht ist es verständlich, dass der kleine Mann, der sich Tag für Tag das Kreuz krumm schuftet, kein Verständnis dafür aufbringen kann. Es kommt zu Unzufriedenheit, Ohnmacht und schließlich zur Abwehrreaktionen. Und was kann heute der kleine Mann überhaupt machen? Sich von seiner “Gebührenpflicht” drücken, also unrechtmäßig handeln und zivilen Ungehorsam üben. Ist er deswegen ein Krimineller? Ist er überhaupt Schuld dran? Ich sage: Nein! – Er wird gegen die Wand solange gedrängt, bis er sich schließlich wehren muss.

    Ich lade jeden ein, sich zu erheben und gegen das Unrechtssystem der Öffentlich-Rechtlichen entschieden z kämpfen. Hier ein Paar Anlaufstellen:

    http://gez-boykott.de/Forum/index.php http://gez-boykott.de https://www.facebook.com/GEZ.Boykott

    Gehen wir alle gemeinsam gegen diese staatlich organisierte Abzocke vor! Es reicht!

  2. Brotkorb schrieb am

    Die GEZ führt sich fast wie die Mafia auf. Schlimmer ist eigentlich nur noch die GEMA. Die sperrt nämlich sogar CC-Videos auf Youtube..

  3. elsflethBarbara schrieb am

    GEZ abschaffen!! Sofort!!

  4. steffen schrieb am

    Wer will denn für diesen Mist überhaupt noch was zahlen ???

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