Kommentare zur Pressezensur


Kommentare

16 Kommentare zu Kommentare zur Pressezensur

  1. Michael Renner schrieb am

    kaum schrieb ich ‘Redaktionen die zu offensichtlich schmutzige Regierungsinterna veröffentlichen, werden – auf der Suche nach dem Informanten – trotzdem gelegentlich durchsucht’ wird ein weiterer Fall dieser Praxis bekannt: ein Radiosender veröffentlicht den Mitschnitt eines Telefongesprächs. Und schon rücken 2 Hundertschaften der Polizei an um die Redaktionsräume zu durchsuchen. Nein, es war nicht BILD oder Bertelsmann, mit vielen 1000 Mitarbeitern. Es war ein kleines städtisches Radio mit wenigen freien Mitarbeitern. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft fand das Vorgehen in Ordnung, auch Hamburger Gerichte wollten den Polizeieinsatz nicht kritisieren. Erst das Bundesverfassungsgericht nannte den Vorgang nun beim Namen: ein ‘erheblicher Eingriffe in die Rundfunkfreiheit’. Deails finden sich unter [1] und [2]. [1] http://www.fsk-hh.org/pressemitteilung/hausdurchsuchung_bei_hamburger_radiosender_fsk_war_verfasssungswidrig [2] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16211/1.html

  2. Zensurgegner schrieb am

    Zensur ist bei der ZEIT-Online sehr gängig. Hier mal ein Beispiel. Die Nutzer blinde_Aktion und Zensurgegner sind jetzt beide gesperrt. Meinungsaustausch findet in der ZEIT nur so statt, wie die Redaktion es wünscht, aber niemals anders. Der Inhalt eines Blogs:

    “Von Zensurgegner 13.02.2011, 01.26 Uhr

    Es ist bemerkenswert wie manchmal zensiert wird!

    ein Beispiel für merkwürdige Zensur ist bei den Kommentaren zu diesem Artikel:

    http://www.zeit.de/2011/07/S-Rechtsextremisten?commentstart=1#comments

    Hier wurden am Anfang Kommentare gekürzt oder komplett entfernt, die nur marginal vom Thema abwichen, aber dennoch etwas damit zu tun hatten. Und zwar innerhalb von 5 min.! Das nahm inakzeptable Größenordnungen an. Als einige Kommentatoren sich dann in den Kommentaren beschwerten wurde noch rigoroser zensiert. Letztlich führte das sogar zur Sperrung des Kommentators “blinde_Aktion”.

    Hier mal als Kopie die beiden Kommentare von ihm, Nr. 1 hat man gelassen und Nr. 2 mehrfach gelöscht und später der Kommentator komplett als User gesperrt:

    “Gedenken Teil 1

    Die Stadt Dresden, die ich sehr gut kenne, ist durch die Alliierten zerstört worden. Das war völlig unnötig, wie heute auch die meisten Historiker, auch britische, darlegen. In dem Artikel eine Begründung zur Rechtfertigung anzufügen, da sei die höchste NSDAP Mitgliederdichte gewesen, macht den Artikel in jeder Hinsicht unseriös und müsste eigentlich durch die Redaktion zensiert werden. Es macht jedoch nicht den geringsten Sinn Schuld gegen Schuld aufzurechnen. Auch diese ewige Diskussion, aber wer hat denn angefangen. Das Prinzip “Auge um Auge” sollten wir eigentlich überwunden haben!

    Da es nun mal über 25.000 Tote bei den Angriffen gab, kann auch getrauert werden. Da spricht nichts dagegen. Und wenn Nazis oder sogenannte “rechtspopulistische” Bürger dieses tun, ist das auch deren Recht.”

    “Gedenken Teil 2

    Wir leben in einer Demokratie also auch bei den „Gedenkfeiern“ in Dresden. Welcher denkende Mensch lässt sich denn von offensichtlich erkennbaren merkwürdigen Behauptungen von rechts oder links beeinflussen, bei diesen Gedenkveranstaltungen. Es sind doch alle alt genug, um damit selbst umzugehen. Wer auf Demokratie vertraut, muss auch dem Menschen in ihr vertrauen! Der Bürger braucht keinen der ihn bevormundet und sagt was er hören/ sehen darf (auch auf Demonstrationen) und wie er die zu verstehen hat. Niemanden! Auch nicht bei Diskussionen darüber. Der Leser/ Mensch/ Dresdner braucht keine überwachten Informationen, auch hier in den Kommentaren nicht! Was alleine hier bei den Kommentaren über die Gedenk-Demonstrationen herum zensiert wird ist erschreckend und entmündigend! Die Schreiber und die Leser können sich selbst ein Bild davon machen was wie zu bewerten ist. Die Menschen hier und in Dresden sind mündig! Genauso wie die Teilnehmer an den „Trauerfeiern“, die Nichtteilnehmer und die die nur beobachten. Jeder kann selbst bewerten. Auch hier in den Kommentaren.

    Die Zensurquote ist hier ja (doppel- plus-) extrem hoch. Das ist schlecht so kann ich ja gar nicht lesen was die Zensierten schrieben. Das will ich aber, weil ich mündig bin und die jeweiligen Inhalte selbst bewerten möchte!!!!!!!! Wie soll ich mir so einen Stand der Dinge zu den Meinungen machen?”

    Richtig interessant wurde es dann zu später Stunde als einige Kommentatoren völlig vom Thema abwichen, DDR-Bürger pauschal verunglimpften und dann erst als einige der Meinung waren die Verbrechen der Nzis, den Holocaust, … zu leugnen. Was komisch ist, da wurde über mehrere Stunden dann nichts mehr zensiert.

    Gab es da einen Schichtwechsel? Zuerst einen absolut übereifrigen Zensor, der alle Menschen wie völlig unmündig behandelte und dann gar keinen mehr, wo ein in die Schranken weisen angebracht wäre.

    Wie soll ich die Zeit verstehen? Eigentlich will ich sie nicht mehr verstehen. Die Redaktion der Zeit hat in den letzten Monaten hinsichtlich der Kommentarfunktionen komplett versagt! Meist zensiert sie wild drauf los, damit ja keiner auf eigene Gedanken kommt (selbst bei völlig harmlosen Dingen) und andererseits ist sie völlig hilflos. Was für Grünschnäbel sitzen da eigentlich? Oder war es im besagten Fall zunächst der Autor (Toralf Staud) selbst??”

    Blog ENDE

    Nur eines von vielen Beispielen aus der ZEIT-online

  3. Kofi schrieb am

    Die Zensur bei der Zeit Online ist eine ziemliche Sauerei, insbesondere das Kürzel ag. Die zensieren ohne dass irgend eine Linie erkennbar ist.

  4. Egon schrieb am

    In der Frage Zensur von User-Kommentaren ist ZEIT.de sicher einer der harmlosesten. Andere Blätter zensieren da nochmal um einiges dreister, vorallem bei kritischen Kommentaren.

    Was bei ZEIT.de aber garnicht geht sind Löschungen von Accounts ohne jegliche Begründung. Ich habe das Gefühl, sobald man da zuviele Informationen preisgibt die nicht dem Mainstream entsprechen, wird man einfach gelöscht.

    Also ich meine jetzt ohne die Netikette zu verletzen oder geschmacklos oder hetzerisch zu sein. Einfach nur eine unbequeme Meinung zu vertreten reicht aus, um bei ZEIT.de ohne Begründg gelöscht zu werden.

    Das ist knallharte Zensur.

  5. Oliver schrieb am

    Die Zeit-Redakteure zensieren wie die chin. Parteikader – häufig mit geradezu lächerlichen Begründungen. Die übelsten Zensoren sind die Redakteure mit den Kürzeln “au” und “jp”. Weiß jemand, wer hinter diesen Kürzeln steckt?

    • Michael Renner schrieb am

      Moin Oliver,

      auch mich hat es auf Zeit Online so manches Mal ‘erwischt’. Dabei verhindert es mein Naturell böse oder beleidigend zu sein. Doch auch mit Ironie, Sarkasmus und einer eigenen Form des Diskurses kommt man bei den Zeit Online Redakteuren nicht weit. Dass allezu billige Polemik, Beleidigungen und Anfeindungen gelöscht werden kann man bei einem qualitativ hochwertigen Blatt wie der ZEIT verstehen. Doch sitzt in Hamburg der Rotstift schon sehr locker. Allerdings gibt es Kommentatoren die berichteten,dass nach Protest bzw. der Klarstellung wie der Kommentar zu verstehen ist er wieder hergestellt wurde. Es sollte, analog zum bildblog einen zeitblog geben. Ob das viel Resonanz fände?

  6. orientierung202 schrieb am

    Mein Account ist Mitte Februar 2013 kommentarlos gesperrt worden. Auf meine Rückfrage, weswegen, habe ich einen Monat später die folgende Auskunft erhalten:

    “Leider fielen Sie der Moderation wiederholt durch unangemessene Vergleiche mit der Judenverfolgung, Arbeitslagern u.ä. negativ auf. Darum wurde Ihr Zugang zum Kommentarbereich gesperrt. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Netiquette durchgängig eingehalten wird.

    Ein Fall auf den das zutraf war, dass ich bei der Diskussion um die pol. Korrektheit des N-Worts in Büchern darauf verwiesen habe, dass wir ja bereits Zeiten hatten, in denen unliebsame Autoren verbrannt wurden.

    Eine angemessene Reaktion auf so einen Beitrag ist entweder ein Widerspruch von anderen Lesern oder der Moderation, die in einem eigenen Beitrag drauf hinweisen kann, dass sie den Vergleich unangemessen findet und warum. So könnte sich jeder eine eigene Meinung bilden. Das scheint aber nicht das Ziel zu sein, sondern der Zusammenhalt einer harmonisch-konformen Gemeinde, die nix “Böses” erfährt.

    Dass die Zeit den Humor besitzt, nun genau diese Logik (nicht Sperrung der Meinung, sondern Sperrung meiner Person!) auf meinen Zugang anzuwenden, das ist Chuzpe.

    Es ist wie in diesem genialen Werk von C.G. Wells “Die Zeitmaschine”: die Eloi leben friedlich auf Erden. Ab und zu verschwindet einer, was keinen weiter kümmert.

  7. orientierung202 schrieb am

    Hat eigentlich jemand Erfahrungen mit der ZEIT was den Datenschutz nach der Sperre angeht?

    Das ist ja nicht nur ein Facebook-Thema; auch für jemanden, der bei der ZEIT Kommentare veröffentlicht hat, sollte es von Interesse sein, was die DANN damit machen, nachdem sie den Urheber der Kommentare vom Zugriff auf seine EIGENEN “Werke” ausgeschlossen haben.

    Kennt sich jemand aus, hat Erfahrungen gemacht? Piraten, die helfen können????

  8. L.Bogatz schrieb am

    Auch ich, ein von ZON gesperrter Forist, habe mir erlaubt auf einen Artikel welcher wieder mal die homosexuelle Lebensweise als das nonplusultra darstellte erlaubt zu schreiben: ” eines Tages werden sich die Heterosexuellen hinsichtlich ihrer sexuellen Ausrichtung entschuldigen und dann ist die Welt in Ordnung “

    Dieser Beitrag wurde gelöscht und danach war mir der Zugang zum Kommentarbereich nicht mehr möglich. Auf Anfrage bei ZON wurde mir meine Sperrung bestätigt. Begründung : Eskalation der Diskussion und Diffamierung von Homosexuellen. Bin ich damit wirklich zu weit gegangen???

    • Nun ja, der Kommentar geht in eine Richtung, die ich persönlich nicht besonders schätze. Ohne zu wissen auf welchen Artikel sich der Kommentar bezog weckt der Satz doch den Eindruck, dass Homosexuelle verlangen, dass andere ihre Sexualität teilen. Aber umgekehrt wird ein Schud draus: Sie möchten ihre Sexualität ausleben dürfen. Anders als im hetrosexuellen Bereich war nicht nicht zu beobachten, dass Homosexuelle den Hetrosexuellen etwas aufzwingen wollen. Ein ständig wiederholtes “wenn wir ihnen den kleinen Finger geben ….” ändert daran nichts.

  9. Manfred Steffan schrieb am

    Vielleicht wollen nicht Homosexuelle, jedenfalls nicht in ihrer Mehrheit, anderen etwas aufzwingen, wohl aber eine lautstarke Gruppe von Meinungsmachern die “einzig richtige Gesinnung” anderen aufs Auge drücken. Wenn tatsächlich allein der von L.Bogatz zitierte ironische Seitenhieb eine Löschung und Sperrung auslöste, dann haben wir eine gefährliche Grenze bereits überschritten.

  10. Mina schrieb am

    Bin gerade bei der Zeit online übelste zensiert worden und rausgeworfen worden, da ich mich kritisch in Hinblick auf die angebliche Enthauptung von James Foley und Steven Sotloff geäußert habe sowie die angebliche Ermittlung desTäters (höchstens Tatverdächtigen). US -amerikanische und englische Medien haben zugegeben, dass Forensiker der Meinung sind, dass die Videos gestellt sind, schließen aber nicht aus, dass die eigentliche Tat hinterher stattfand. Ich habe nur kritisch bemerkt, dass aus den Videos kein echter Beweis für eine Ermordung gezogen werden kann und dass es mich eigenartig anmutet, dass die sogenannten Leichen weiße, unbehaarte Beine und Arme sowie gepflegte und saubere Füße aufweisen, zumal die Gesichter des enthaupteten Kopfes ja nicht einwandfrei zu erkennen sind, da total verschmiert. etliche ausländische User und auch Medien haben sich in dieser Beziehung kritisch geäußert- im Prinzip würde es sich in jedem Polizeirevier um einen”ungelösten” Fall handeln- das wurde nicht akzeptiert, ich wurde als Verschwörungstheoretikerin bezeichnet- häh? nur weil diese MSM -Sülze nicht fresse und meine Hirnzellen einschalte????

  11. Spiro67 schrieb am

    Bin gestern aus dem ZEIT-Forum geflogen, weil ich den ukrainischen Freischärler Semjon Sementschenko als “Schlächter” bezeichnete und fragte “wie weit man noch sinken möchte wenn man solchen Verbrechern ein Forum zur Rechtfertigung ihrer Taten gibt”. Der Kommentar war keine Minute Online und wurde dann wegen “Diffamierung” gelöscht. Danach nur noch Fehlermeldungen und seitdem bin ich draußen, kann mich nicht mehr einloggen…

  12. Manfred Steffan schrieb am

    Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Der Finanzierungsanteil aus Zeitungsverkäufen sinkt kontinuierlich, der Finanzierungsanteil aus Werbeanzeigen steigt. Da veröffentlicht man doch gerne, was dem zahlungskräftigen Anzeigenkunden gefällt, und – in vorauseilendem Gehorsam – keinesfalls etwas, woran er Anstoß nehmen könnte. Und diese gefilterte Information ist dann die Grundlage für die Meinungsbildung des Bürgers, für seine Wahlentscheidungen etc.. Wie groß der Druck auf die Medien ist, durfte ich schon als Schüler beim Akquirieren von Anzeigenkunden für eine Schülerzeitung der Schüler-Union(!) erfahren: Nein, da könnte was Radikales drinstehen … Das alles funktioniert ganz ohne staatliche Zensur. Offensichtlich verstehen es einige Interessengruppen besonders gut, das Instrumentarium unserer Staats- und Wirtschaftsordnung in ihrem Sinne zu spielen. Deshalb sind Plattformen ohne Selbstzensur wie bei den PIRATEN so wichtig als Instrument für den mündigen Bürger. Es macht Sinn, dafür einzutreten, dass alles geposted werden kann, auch Abstruses, Linkes, Rechtes, Extremes (außer natürlich Strafbares wie Beleidigung, Volksverhetzung etc.).

  13. Manfred Steffan schrieb am

    @Mina: Mal ne inhaltliche Frage: Warum sollte sich der Islamische Staat die Mühe machen, die Ermordung zu faken statt sie tatsächlich durchzuführen? Ich kann dafür keinen Grund erkennen.

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